Welpe bellt

„Hilfe! Mein Welpe bellt alles an!“

  • 22. Oktober 2017

Viele Welpenbesitzer berichten, dass ihr Welpe auf dem Spaziergang "alles anbellt".
Auf Nachfrage, was der Welpe denn anbellt bekomme ich häufig zur Antwort - Der Welpe bellt: 

  • fremde Menschen auf der Straße
  • Autos/Motorräder
  • andere Hunde
  • Rollstühle
  • Postboten
  • und vieles mehr an

Weshalb bellen viele Welpen Dinge an?

Bellen hat häufig etwas mit großer Aufregung zu tun. Große Aufregung entsteht etwa durch Furcht vor (für den Hund) komischen Dingen. Gerade bei Welpen in jungem Alter kann es zu einer Phase kommen, in der viele Dinge potenziell gefährlich sind und zu einer entsprechenden Reaktion - meistens Bellen - führen.

Wenn dein Welpe etwas anbellt will er dich also nicht ärgern sondern er wird in den meisten Fällen etwas bestimmtes ziemlich gruselig finden.

Beobachte mal, in welchen Situationen dein Welpe bellt:
Wenn jemand direkt auf euch zu kommt? Viele Welpen und auch erwachsene Hunde finden es bedrohlich, wenn jemand direkt auf sie zu kommt. Da Welpen häufig ja besonders süß aussehen kann es sein, dass Menschen die Welpen dabei direkt anschauen. Das wirkt in Verbindung mit der direkten Annäherung für viele Welpen und Hunde extrem bedrohlich. Als Folge auf diese Bedrohung beginnen viele Welpen und Hunde zu bellen. 

Eine neue Situation sorgt IMMER für mehr Erregung. Eine neue Situation für deinen Hund kann entweder toll oder aber bedrohlich sein. 

Plötzliche Dinge tauchen auf

Tauchen plötzlich Menschen, Hunde oder Fahrzeuge auf ist es normal, wenn Hunde mit Angst oder Schreckreaktionen reagieren. Hunde reagieren quasi automatisch auf plötzliche Reize, die sich in der Umwelt verändern. Das dient dazu, dass jedes fremde, neue und plötzlich auftretende Ding potentiell gefährlich ist und deshalb erst einmal erhöhte Wachsamkeit auslöst.

Die erste Schreckreaktion kannst du hierbei gar nicht verhindern. Du kannst aber daran arbeiten, wie dein Hund weiter reagiert. 

Was will dein Hund mit dem Bellen erreichen?

Ganz oft ist Bellen ein "Alarmsignal". Der Welpe findet: Da ist etwas komisch. Dazu spielt die erhöhte Aufregung eine Rolle. Viele Hunde reagieren bei Aufregung mit Bellen. 

Bellen kann auch ein Versuch sein, das Gegenüber zu vertreiben. Etwas, was bedrohlich erscheint, zunächst "gemeldet" mit einem verhaltenen "Wuff". Wenn sich das bedrohliche "Etwas" weiter nähert wird sich das Bellen sehr steigern, denn dann versucht der Welpe, das Bedrohliche auf Abstand zu halten und zu vertreiben. Wenn wir mit unserem Welpen dann weiter auf das Bedrohliche zu gehen oder das Bedrohliche tatsächlich weiter auf den Welpen zu kommt, wird das sein Bellen und seine Aufregung sicher steigern. 

Es ist also nicht zielführend, wenn du versuchst, deinen Welpen "selbstbewusst" durch die Situation zu ziehen. Du musst auch nicht versuchen, alleine mit deinem selbstbewussten Auftreten deinem Welpen mehr Sicherheit zu vermitteln. Das funktioniert nicht und das musst du nicht persönlich nehmen. Du kannst noch so selbstbewusst sein, deinem Hund hilft es nicht wenn da etwas kommt was ER gruselig findet.
Schimpfen wird dir auch nicht helfen, denn dein Hund hat vermutlich Angst oder er ist so aufgeregt, dass er sich nicht anders zu helfen weiß.
Was also kannst du tun?

Was kannst du tun, damit dein Hund neue Dinge entspannt erlebt?

Achte genau darauf, wenn dein Hund etwas wahrnimmt und kurz "stockt". Das ist der Moment, in dem du deinen Welpen loben kannst und vielleicht mit einem Keks belohnst.

Wofür, fragst du dich?
Ganz einfach: Damit kannst du den ersten Schreck etwas abmildern und dein Welpe lernt, dass komische Dinge zunächst einmal was Gutes von deiner Seite aus bedeuten. Wenn du bereits ein Markersignal kennst, dann kannst du das genau dort einsetzen, wenn dein Hund etwas erblickt, was er normalerweise anbellt.

Dazu solltest du genau schauen, ob dein Hund vielleicht lieber etwas mehr Abstand haben möchte. 

Mach' langsam, gehe etwas mit deinem Welpen auf die Seite. Belohne ihn für ruhiges Schauen unbedingt. Lass' ihn hinschauen. Etwas, was man gruselig findet, hat man am liebsten im Blick, damit man sehen kann, wo das Gruselige hin geht.

Bringe deinem Welpen bei, was er tun kann wenn etwas Gruseliges auftaucht!

Damit dein Hund weiß, was er tun kann wenn er sich unwohl fühlt kannst du deinem Welpen zuhause in Ruhe ein neues Signal beibringen. 
Das könnte zum Beispiel ein Handtouch sein. Damit kannst du deinen Welpen in vielen Situationen leicht an bestimmte Stellen bugsieren und ihm eine einfache Aufgabe geben.

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Kurz und knapp:

  • star-o
    Erster Blick deines Welpen zum "Auslöser"  ruhig belohnen 
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    Slow down und sorge für soviel Abstand, dass dein Welpe ruhig schauen kann
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    Belohne deinen Hund erst, wenn er kurz hingeschaut hat
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    Bringe deinem Welpen bei, was er statt Bellen tun kann
  • star-o
    Sorge nach aufregenden Situationen für genügend Entspannung zuhause

Nun weißt du, woher das Bellen kommt und was du dagegen tun kannst. 

Wenn du Fragen hast, schreibe mir gerne eine Nachricht an erik@der-dogwalker.de.

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