hund bellt

Deine Strategie für entspanntes Alleinebleiben (2)

  • 20. August 2019

Im ersten Teil hast du vielleicht eine für dich andere Sichtweise auf das Thema "Alleinebleiben" und auch einen neuen Ansatz kennengelernt. 

Nachdem du nun weißt, was eine Sicherheitszone ("Urlaubsinsel") für deinen Hund ist und weshalb sie deinem Hund helfen kann geht es jetzt weiter mit den nächsten Schritten:

Dein "Bitte nicht stören!"-Schild

Ja, du hast richtig gelesen. Du brauchst ein "Bitte nicht stören!" Schild welches dein Hund versteht.

​Es wird der wichtige Zwischenschritt, der so extrem helfen kann.

Warum brauchst du das?
Damit dein Hund verstehen kann, dass du jetzt nicht für ihn zur Verfügung stehst - auch wenn du anfänglich im gleichen Raum bist.

Wenn dein Hund noch nicht mal dann klar kommt, wenn du da bist aber er keinen Kontakt zu dir haben kann, wie soll er dann klar kommen, wenn du überhaupt nicht da bist

Deshalb darf dein Hund lernen, dass er es super gut alleine schafft wenn er mal nicht deine Aufmerksamkeit oder Nähe haben kann.

Dazu dient ein optisches oder akustisches Signal, das über die gewünschte Zeit dauernd abspielbar bzw. für deinen Hund wahrnehmbar ist. 
Das kann eine bestimmte Lampe oder ein Schal um die Türklinge sein. 
Hauptsache, dein Hund kennt das Signal aus keinem anderen Kontext.

Diese Ignorierzeiten beginnen erst, wenn dein Hund seine Zone super gut findet und er von sich aus gerne dort drin liegt. 
Zum Start der Ignorierzeit bist du auch im selben Raum, gehst aber nicht auf Kontaktversuche deines Hundes ein und beschäftigst dich ganz offensichtlich mit etwas anderem.

Diese Ignorierzeit dehnst du dann so weit aus wie du deinen Hund später alleine lassen möchtest. 

Wenn er das schafft, dann erst beginnst du, den Raum zu verlassen und andere Trigger wie Schuhe anziehen usw. einzubauen in das Training. 

Bewegungseinschränkung lernen

Eine Hürde gibt es beim Alleinebleiben immer für deinen Hund:
Die Wohnungstüre. 

Dort ist Ende. Da spielen sich häufig Dramen ab, dein Hund kann dir nicht folgen, dort bist du verschwunden und dort kommst du hoffentlich irgendwann wieder. 

Die Wohnungstüre oder Haustüre bedeutet für deinen Hund auch eines: Bewegungseinschränkung. 
Und das frustriert ganz schön. 

Deshalb nutze ich gerne eine Gitterabsperrung um die Sicherheitszone, die die Hunde als total angenehm und sicher wahrnehmen. 

Voraussetzung ist auch hier: Dein Hund fühlt sich in seiner Zone wohl.
Erst dann beginnst du, für ein paar Minuten das Gitter zu schließen während dein Hund gerade mit etwas Tollem in der Zone beschäftigt ist.
Am besten öffnest du die Zone gleich wieder bevor er fertig ist mit seiner Beschäftigung. 

So kannst du deinen Hund in kleinen Schritten dran gewöhnen, dass er dir nicht frei durch die Wohnung folgen kann. 

Dieser Schritt hilft deinem Hund, Einschränkungen als verkraftbar wahrzunehmen und ist ein wichtiger Zwischenschritt bevor die Wohnungstüre die große Hürde ist.

Klappt dieser Schritt gut und dein Hund kann entspannt bleiben, dann kommt nach und nach die eigentliche Trennung:

Du verlässt das Haus oder die Wohnung.

Größter Fehler hier:
Die Zeitdauer wird immer nur gesteigert.

Das kann schnell dazu führen, dass dein Hund überfordert ist und der Stress steigt. 

Halte die Zeiten variabel. Mal bist du nur ganz kurz weg, mal ein paar Minuten länger, dann wieder etwas kürzer. 

Training an Trennungsstress kann ein Geduldspiel werden. Gerade wenn dein Hund bereits Schwierigkeiten mit dem Alleinebleiben hat ist es für Mensch und Hund eine Herausforderung. 

Möglicherweise musst du einiges im Alltag umorganisieren, Betreuung ermöglichen, dein Privatleben umgestalten...die Belastung kann wirklich hoch sein wenn dein Hund nicht alleine bleiben kann.

Unterstützung von außen kann dir helfen, das Training mit Struktur umzusetzen. 

So geht es weiter:

Wenn dein Hund noch keine Erfahrungen mit dem Alleinebleiben gemacht hat und du von Anfang an alles richtig machen möchtest ist ein Leitfaden toll.

Eine rote Schnur und jemand an der Hand, der dir alle deine Fragen beantwortet und passend zu eurer Situation die nächsten Schritte mit dir bespricht.

Wenn du meine Unterstützung möchtest damit auch dein Hund lernt, entspannt 1-2 Stunden alleine zu bleiben, dann bewirb dich auf einen der Coaching-Plätze:

Wie dein Hund lernt, 1-2 Stunden entspannt zuhause zu bleiben

Du willst von Anfang an alles richtig machen und deinem Hund endlich beibringen, entspannt alleine zu bleiben?

Oder hast du schon vieles probiert und bereits Tipps bekommen wie:

  • "immer wieder raus zur Türe und erst reinkommen wenn dein Hund ruhig ist"
  • ihm keine Aufmerksamkeit mehr schenken
  • ihn nicht mehr auf dem Sofa schlafen zu lassen

...damit er endlich lernt alleine zu bleiben - aber nichts geholfen hat.
Dann lass uns sprechen.

In Kürze ist das Online-Gruppencoaching wieder geöffnet und du kannst dich auf einen der Plätze bewerben.

Deine Bewerbung ist unverbindlich und wir sprechen dann, ob die Gruppe etwas für dich und deinen Hund ist und ob ihr in die Coaching-Gruppe passt.