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Tolle Beschäftigungsideen für unterwegs (Teil 2)

  • 6. Juni 2017

Im ersten Teil unserer Beschäftigungsreihe habe ich dir ein paar Spiele für unterwegs vorgestellt. Hast du ein paar davon bereits beim Gassigehen ausprobiert? 

Du kennst also bereits:

  • Keks-Baum
  • Kegeln
  • Kletterspiele
  • Detektivarbeit

Weiter geht es mit einer vielseitigen Sache die dir hilft, mehr Spaß und Spiel in euer Training zu bringen.

Für’s Hunde-Hirn

Diese Idee eignet sich auch, wenn ihr eure Draußenzeit kurz halten müsst. Gassigehen kann mal sehr langweilig und ruhig gestaltet werden, ab und zu spricht aber auch nichts für ein wenig neues Futter für die grauen Zellen – auch von uns Menschen. Wenn wir Dinge mit unserem Hund gut trainieren wollen benötigen wir einen kleinen Fahrplan. Was wollen wir trainieren? Wie trainieren wir das?
Du weißt schon… “wer nicht weiß wo er hin will, muss sich nicht wundern wenn er ganz woanders rauskommt” und so weiter..

Altes Signal in neuer Umgebung

Suche dir einen einfachen Trick/ ein einfaches Signal aus von dem du weißt, dass es dein Hund normalerweise gut beherrscht. Zum Beispiel:

  • Sitz
  • Handtouch
  • Schau (Bezugsperson angucken)
  • Männchen machen
  • Pfote geben
  • Verbeugen

Dann tust du Folgendes:

▶ Wärme deinen Hund auf

So bekommt er eine Ahnung um was es geht und wird es später richtig machen.

Beispiel Handtouch: 
Frage das Touch zunächst ganz einfach ab. Dein Hund ist ohnehin in deiner Nähe und muss nur den Kopf richtung deine Hand drehen. Mache es ihm erst leicht, so dass er es auf jedenfall kann.


▶Verändere deine Position:

Wenn das in der neuen Umgebung klappt, dann verändere deine Position. Drehe dich seitlich und halte die Hand tiefer. Frage dann dein Touch ab. Klappt es? Super, dann belohne es fürstlich!

Stelle dich breitbeinig hin und halte deine Hand hinter dich, so dass dein Hund zum Touchen zwischen deinen Beinen durchlaufen muss.

Halte deine Hand über einen Holzstapel, so dass dein Hund für das Touch auf den Stapel klettern muss.

Halte deine Hand neben eine Säule oder einen Pfosten, wenn ihr in städtischem Gebiet unterwegs seid.

Wenn dein Hund gesund ist, kannst du deine Hand schrittweise höher halten.

Gerade Hunde die häufig (an)springen nehmen das gerne als Alternative an. Das könnte übrigens auch eine Idee sein, wenn dein Hund bei Begrüßungen gerne anspringt. Wenn ein Handtouch gut aufgebaut und generalisiert ist, kannst du deinen Hund – wenn rechtzeitig abgefragt und auch unter Aufregung geübt – auf ein Handtouch umlenken.


▶ Verändere den Kontext – Generalisiere!

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Was ist Generalisierung?

Wenn du mit deinem Hund ein neues Signal übst, beginnst du vielleicht wie ich häufig im Wohnzimmer. Nehmen wir an, dein Hund lernt auf dem Wohnzimmerteppich “Platz”.

Ohne Generalisierung würde dein Hund sich nur auf einem Teppich – vielleicht sogar nur auf genau DEM Teppich hinlegen. Denn er hat vielleicht den Teppich, das Zimmer und deine Körperhaltung bei der Signalgabe verknüpft. Wenn sich nur ein Element verändert – etwa deine Körperhaltung – ist das für deinen Hund eine völlig neue Übung.

Generalisierung bedeutet also, dass ein Signal in verschiedenen Kontexten geübt wird. In anderer Umgebung, mit anderern Körperhaltung des Menschen, auf anderem Untergrund, in Anwesenheit anderer Hunde usw.

Um ein Signal wirklich zuverlässig aufzubauen ist Generalisierung unablässig. Natürlich musst du das Signal nicht in den absurdesten Situationen üben. Aber teste mal die Situationen, in denen du das Signal im Alltag gerne zukünftig verwenden willst.
Gib deinem Hund die Chance, das Signal auch in neuen Situationen neu zu lernen. So versteht er, dass es immer die gleiche Bedeutung hat, egal wo er ist und egal wie du dich dabei bewegst.

[/feature_box]

Verändere also den Kontext, in dem du das Signal abfragst. Passe dich hier aber deinem Hund an und sorge dafür, dass er Erfolg hat. Wir wollen schließlich Spaß haben und keinen unnötigen Frust produzieren.

Du merkst, deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Training muss nicht ernst sein. Habt Spaß, probiere neue Dinge aus, albert herum.

Und wenn etwas mal nicht klappt? Kein Beinbruch. Verändere die Situation etwas und mache es deinem Hund leichter, so dass er Erfolg haben kann.

Schließlich nimmt keiner eine Prüfung ab.

Genießt eure gemeinsame Zeit!

Viel Spaß beim Ausprobieren.

 

 

 

 

 

Videos der AlltagsHunde

  • 19. Mai 2017

Video: Clicker&Marker - Was ist das?

Hier kommst du zum passenden Blogbeitrag: 

Was ist ein Markersignal? – Kurz erklärt:
Die Arbeit mit dem Markersignal ist ein wichtiges Werkzeug im Umgang mit meinem Hund und natürlich auch in der Hundegruppe.[...]

Einblicke in unser Training bekommst du hier per Video.
Du findest uns unter dem Kanal AlltagsHunde bei YouTube.

Welches Thema interessiert dich? Lass es mich wissen und schicke mir eine Nachricht an erik@der-dogwalker.de.

 

Leinenführigkeit – Hilfe mein Hund zieht an der Leine!

  • 22. April 2017

Kennst du das?

  • Du bekommst bereits schlechte Laune wenn du dran denkst, mit deinem Hund die Straße entlang bis zur Grünfläche an der Leine laufen zu müssen?
  • Deine Schultern schmerzen weil dein Hund eine enorme Zugkraft entwickelt?
  • Lockere Leine ist für deinen Hund ein Fremdwort?
  • Dein Hund wirft sich blitzartig in die Leine und zieht dich wohin er will?

Leinenführigkeit will gelernt sein

Leineziehen hat dein Hund genauso gelernt wie er das Laufen an lockerer Leine lernen würde:
Er hat(te) immer wieder Erfolg damit und ist vorwärts gekommen wenn er gezogen hat. 

Für die meisten jungen Hunde ist Laufen an der Leine so anspruchsvoll wie Abitur für 5. Klässler.

Ein junger Hund mit - sagen wir 10 Monaten - tut sich echt schwer damit.

Und das ist auch erst mal kein Beinbruch. Solange du weißt, wie du ihm beibringst dass lockere Leine echt super ist! 

Druck erzeugt Gegendruck

Die meisten Hunde bekommen einen Duft in die Nase und wollen dort unbedingt an diese Stelle. Sofort. Direkt. Wäre da nicht diese doofe Leine.

Dabei sind sie schneller als sie sich versehen können am Ende der Leine angelangt und dort ziehen sie aufgrund des sogenannten Oppositionsreflexes erst einmal weiter.

Was der Oppositionsreflex ist kannst du selbst einmal testen:

Bitte jemanden, dich im Stehen an der Schulter zu berühren und dabei Druck gegen dich aufzubauen. Was tust du? Richtig, du drückst dagegen um nicht um zu fallen.

Dein Hund tut das Selbe sobald Zug auf den Hals/den Brustkorb kommt: Er hält dagegen. Das ist ein Reflex.

Dann kommt es zu einer Mischung aus Oppositionsreflex und operanter Konditionierung - Lernen durch Erfolg:

Wenn dein Hund an der Leine zieht und dabei nur wenige Schritte weiter in die Richtung gelangt, in die er möchte, dann wurde das Ziehen an der Leine verstärkt und er zeigt das Verhalten (Ziehen an der Leine) öfter.

Teufelskreislauf!

Warum Rucken an der Leine nicht hilft

Ab und zu treffe ich Menschen, die ihren Hund durch Leinenruck zu ordentlichem Leinenlaufen bewegen wollen.

Meistens frage ich "Wie lange rucken Sie denn schon an der Leine?". Nach einiger Überlegung geht das Leinenrucken bereits eine ganze Weile und der Hund kann aber immer noch nicht an lockerer Leine laufen, schließlich müsste ja sonst nicht mehr geruckt werden. 

Typischerweise gibt der Hund nach einem Ruck für einige Schritte nach und landet dann prompt wieder am Leinenende, wird wieder zurück geruckt und das Spiel beginnt von Neuem.

Durch Rucke an der Leine lernt kein Hund an lockerer Leine zu laufen. 

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Laufen an lockerer Leine erfordert viel Impulskontrolle

Durch Strafen, Rucken, Blocken und andere aversive Methoden wird die Aufregung des Hundes eher ansteigen.

Dadurch kommt noch mehr Stress in die Situation, Konzentration und Impulskontrolle fällt noch schwerer.

Leider sind unsere Hunde nicht in der Lage, ihr eigenes Ziehen mit dem Luftmangel zu verknüpfen und daraus den Rückschluss zu ziehen, dass sie selbst für die Luftnot verantwortlich sind.

Wenn ich bemerke, dass es meinem Hund sehr schwer fällt sich zu konzentrieren, sorge ich entweder für Entspannung oder schraube meine Anforderung an meinen Hund herunter.

Leinenführigkeit trainiere ich deshalb zu Beginn in einer Umgebung, in der der Hund ganz viel richtig machen kann. 

Meine Lieblingsbücher

zu den Themen Leinenführigkeit und Begegnungen mit Artgenossen findest du hier:

Königsdisziplin: Ablenkung und lockere Leine

Sieht dein Hund andere Hunde, Menschen, Tiere oder sonstige so genannte Auslöser, dann kann die bisher gut funktionierende Leinenführigkeit oftmals dahin sein.

Auch das liegt an der steigenden Erregung beim Anblick bestimmter "Auslöser".

Bis also bei der Begegnung mit anderen Hunden oder anderen Auslösern eine lockere Leine erwartet werden kann, benötigen die meisten Hunde viel gutes Training mit Fokus auf mehr Entspannung. 

Am besten tastest du dich mit deinem Hund langsam an die Auslöser ran und verringerst den Abstand an der Leine erst, wenn ihr es mit mehr Abstand schon richtig gut schafft.

Ein bisschen Struktur im Training hilft dir und deinem Hund:

Wie du Leinenführigkeit trainierst

Am besten, du notierst dir nach deinen Trainingseinheiten wie weit ihr etwa von der Ablenkung entfernt war und wie gut dein Hund noch an lockerer Leine laufen konnte.

Leinenführigkeit ist - wie fast alles im Training - extrem kontextbezogen.

Jede Situation kann für deinen Hund eine ganz neue Herausforderung sein, auch wenn es für uns Menschen vielleicht nicht so wirkt.

Impulskontrolle ist ein wichtiges Gut. Sie wird im Laufe des Tages immer weniger und lädt sich - vereinfacht gesagt - über Nacht durch Schlaf und Ausruhen wieder auf.

Trainiere Leinenführigkeit deshalb am besten, wenn dein Hund ausgeruht und "frisch" ist. 
Nach anstrengenden Tagen mit viel Aufregung oder Toben mit den Hundefreunden wird dein Hund nicht mehr so viele "Körner" für Leinenführigkeit übrig haben. 

Deshalb finde ich es wichtig und fair dem Hund gegenüber, zu wissen, was wir da eigentlich verlangen.

Schließlich ist an lockerer Leine laufen für Hunde alles aber keine "natürliche" Verhaltensweise.

Leinenführigkeit trainiere ich mit einem gut sitzenden Brustgeschirr, einer 3-4 Meter langen Leine, ein paar sehr guten Leckerchen und einer ruhigen Umgebung.

Je nach Hund beginne ich damit das "Stehen" an lockerer Leine neben mir zu belohnen. 

So lernt der Hund, an der Leine aufmerksam zu sein. 

Solange die Leine durchhängt bekommt mein Hund positives Feedback, wenn du mit Markersignal arbeitest bekommt er dann den Marker und die Belohnung bei mir.

Hier heißt es am Anfang schnell sein: So lange die Leine locker ist wird gemarkert und beim Menschen belohnt.

Und wenn er doch zieht?

Kommt mein Hund im Training ans Leinenende so kündige ich das Leinenende rechtzeitig an. Mein Hund hat dann noch die Möglichkeit, sich umzudrehen oder stehen zu bleiben. Dann lade ich ihn zu mir ein und wir gehen anschließend wieder ein paar Schritte an lockerer Leine weiter. Das belohne ich sofort wieder.

Wichtig:

  • nicht belohnen wenn er zu dir zurück kommt nachdem er gezogen hat
  • nicht an der Leine rucken
  • nicht an der Leine zurück ziehen
  • sobald dein Hund wieder einige Schritte an lockerer Leine geschafft hat wird er sofort belohnt

Wieso diese Methoden keinen Sinn machen

Mit dem Körper blocken wenn der Hund vor laufen möchte

Mein Hund darf an der lockeren Leine im Leinenradius laufen. Das heißt auch, dass er vor mir laufen darf. Ich könnte ihn also gar nicht blocken - ich steh ja hinter ihm. 

Übrigens ist kein Hund der Rudelführer (was es zwischen Mensch und Hund ohnehin  nicht gibt) nur weil er vor uns Menschen läuft.

Dieses körperliche Blocken kann Hunde extrem erschrecken. Wenn es doof läuft, verbindet der Hund die Nähe von uns Menschen als unangenehm und bleibt deshalb lieber weiter weg. Wer weiß, wann wir plötzlich wieder direkt vor ihn stehen und ihn wegdrängen. 

Ob mit dem Bein zurück drängen oder mit der Hand sogar vor die Brust des Hundes fassen und ihn am Weiterlaufen hindern: Alle Möglichkeiten sorgen dafür, dass wir extrem in die Individualdistanz des Hundes eindringen und sie massiv bedrohen. Manchen Hunden mag das egal sein. Dann beeindrucken wir sie mit dieser Methode aber auch nicht und sie werden weiterhin vor laufen wollen.

Fazit: Der Hund lernt dabei nicht, was er tun soll (nämlich an lockerer Leine laufen) sondern er lernt nur, dass es unangenehm wird, wenn er dicht bei uns Menschen läuft.

Stehen bleiben wenn der Hund zieht

Grundsätzlich eine nette Variante, die auch bei einigen Hunden ausreichen mag.
Allerdings kann der Hund hier nach belieben an gespannter Leine stehen bleiben, schnüffeln, gucken und sich damit praktisch an gespannter Leine selbst belohnen. 
Deshalb ist nur Stehen bleiben und warten, bis sich der Hund von sich aus umdreht bei den meisten Hunden keine gute Idee.
Außerdem besteht so die Gefahr, einen Jojo-Hund zu bekommen: Er läuft vor, zieht, du bleibst stehen, er kommt zurück, wird belohnt, ihr lauft weiter, Hund läuft wieder vor, zieht, du bleibst stehen... usw. 

An der Leine Rucken

Viele Menschen rucken leider immer noch an der Leine wenn der Hund zu ziehen beginnt. Damit soll erreicht werden, dass der Hund lernt "Zug ist doof". Auch hier weiß der Hund aber

a) nicht, weshalb der Leinenruck erfolgt,

b) weiß er nicht, was er überhaupt tun soll,

c) erzeugt Druck IMMER Gegendruck

d) wird Leinelaufen für den Hund noch stressiger, weil er immer etwas Unangenehmes erwartet, er wird deshalb immer mehr ziehen weil er dem unangenehmen Gefühl entfliehen möchte. 

Fazit

Körperliche Einwirkungen und aversive Strafmaßnahmen bringen dich nicht weiter. Dein Hund lernt dabei nicht, was er eigentlich tun soll.
Er lernt nur, dass Frauchen oder Herrchen in manchen Situationen unberechenbar und unangenehm ist. Das macht dem Hund keine Spaß und er wird immer einen höheren Stresslevel haben. 

Leinenführigkeit lebt davon, dass dein Hund Feedback dafür bekommt was RICHTIG ist. 

Gib` ihm die Möglichkeit, sich stufenweise zu steigern. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. 

Wenn dein Hund ohne Ablenkung nicht an lockerer Leine laufen kann, dann kann er es erst recht nicht, wenn er Hunde sieht oder gerade ein Reh über den Weg gerannt ist. 

Wenn du dir das bewusst machst, kannst du mit deinem Hund ein tolles Leinenführigkeitstraining gestalten. Kleinschrittig, immer wieder und mit vielen Belohnungen zum Trainingsstart. 

Du möchtest mehr über das Training der Leinenführigkeit wissen?

Dann sichere dir schnell meine 5 kostenlosen Tipps zur Leinenführigkeit:

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Relaxodog

RelaxoDog – Entspannung für den Hund

  • 16. April 2017

***Aktuell ab Oktober 2018***

Im Moment gibt es eine neue, kostengünstigere Version um etwa 50 EUR zu kaufen. Dieses RelaxoDog hat eine neue Melodie und stellt sich nach ca. 2 Stunden Laufzeit von selbst aus. Die Dauer ist nicht - wie beim ursprünglichen Gerät - etwa 8 Stunden. 

Vor dem Einsatz des Geräts empfehle ich dringend ein Vortraining wie am Ende dieses Beitrags beschrieben.

Durch diverse Erfahrungsberichte und Diskussionen in Hundeforen bin ich auf ein Gerät namens RelaxoDog* (Amazon) aufmerksam geworden, welches Stress bei Hunden reduzieren soll.

Viele Leute fragten sich, ob es sich lohnt, ein RelaxoDog zu kaufen.
Da ich großer Freund von Entspannungstraining bei Hunden bin, habe ich mich einmal schlau gemacht.

Laut Webseite des Herstellers Relaxopet  würden von 940 getesteten Hunden 94% der Hunde während der Beschallung und auftretenden Stressoren wie Feuerwerk/Gewitter "keinerlei Auffälligkeiten" mehr zeigten.

Das klingt ja schon einmal vielversprechend. Allerdings ist nicht bekannt, ob und in welcher Form die ausgewählten Hunde Stress in den genannten Situationen VOR dem Test hatten.

Wer lieber guckt als liest findet alle Infos auch im Video:

So funktioniert das RelaxoDog

Das RelaxoDog arbeitet sowohl mit hörbarer Musik als auch mit subliminalen (was?) Wellen.

Meine Google-Suche nach subliminalen Wellen brachte die Erkenntnis, dass es sich dabei um unterschwellige Schallwellen handelt, die auch bei Menschen angewendet werden - dort allerdings in einem anderen Hertz-Bereich.

Es bedeutet zunächst mal soviel, dass diese Wellen nicht bewusst wahrgenommen werden. Studien, die die Unwirksamkeit bei Menschen belegen gibt es ebenso wie Studien, die deren Wirksamkeit belegen.

Es ist wohl aber tatsächlich so, dass mit subliminalen Botschaften und Schall bei Menschen schon einige Zeit gearbeitet wird. Bei Hunden soll in einem anderen Hertz-Bereich eine Wirkung eintreten.

Hier könnt ihr euch das Gerät parallel bei Amazon anschauen und auch ein Blick in die dortigen Bewertungen werfen: "Relaxodog" für Hunde*

Das RelaxoDog funktioniert über:

  • Konditionierte Entspannung per Musik (im Gerät gespeichert zum Abspielen in Endlosschleife)
  • Subliminale Wellen, die eine Tiefenentspannung hervorrufen sollen

Nach Gewöhnung an das Gerät kann man die Musik abschalten und nur die subliminalen Wellen arbeiten lassen. Zu Beginn rät der Hersteller jedoch, die Musik mit laufen zu lassen. Dazu gleich etwas mehr.

Wer bereits mit konditionierter Entspannung gearbeitet hat, kann mit der Entspannungsmusik sicher etwas anfangen und weiß, wie es aufgebaut wird.

Wem das noch nichts sagt, der kann sich getrost an die Bedienungsanleitung halten. Dort wird der Aufbau meines Wissens nach korrekt beschrieben.

Die Bedienungsanleitung rät, das Gerät in den ersten Tagen unbedingt mit der hörbaren Musik laufen zu lassen, und zwar nur in Situationen, in denen der Hund ohnehin verhältnismäßig entspannt ist.

Das entspricht den Regeln zum Aufbau der konditionierten Entspannung.

  • Aggressives Verhalten
  • Trennungsstress
  • Geräuschangst
  • Hyperaktivität
  • ständiges Bellen
  • Reiseangst
  • etc.

Also entschied ich mich, ein RelaxoDog zu kaufen. Zwischenzeitlich habe ich tatsächlich ein zweites Gerät gekauft: Eines für zuhause, das andere für das Dogwalking-Mobil.

Das RelaxoDog

Alte Version:
Die Lieferung erfolgt in einem handlichen Köfferchen mit einem USB-Ladekabel, einem praktischen Kfz-USB-Adapter, einer Powerbank (wenn mal keine Steckdose in der Nähe ist) und einem Gurt für die Autohalterung.

Neue Version RelaxoDog smart:
Lieferung in einer kleinen Kunststoff-Box mit USB-Ladekabel:

Bild-Quelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41SWGRvUieL.jpg

Das RelaxoDog macht auf mich einen wertigen Eindruck. Die Bedienelemente befinden sich auf der Unterseite des Geräts. Ein- und Ausschalter sowie Lautstärkeregelung mit Plus- und Minus-Taste und Umschaltung auf rein Subliminalschall oder mit Musik sind dort möglich.

Eine Kontrollleuchte an der Seite des Geräts gibt Auskunft über den Ladezustand des Akkus.

Die Musik ist für meinen Geschmack sehr gut zu ertragen und hat auf mich zwischenzeitlich auch eine etwas entspannende Wirkung :).
Kommt vermutlich daher, weil ich sie so oft abends beim Relaxen auf dem Sofa höre. Konditionierte Entspannung wirkt halt auch bei Menschen.

RelaxoDog Größe

RelaxoDog Größe

Die Laufzeit im Akkubetrieb beträgt mindestens 20 Stunden. So lange hatte ich es mit Unterbrechungen im Auto bereits in Betrieb.

Ergänzung vom 10. Januar 18: Der Akku lässt auch nach über einem Jahr täglichen Betriebs nicht spürbar nach.

RelaxoDog im Dogwalker-Test:

Hier gehts zu meinem Video-Bericht: Youtube - Erfahrungsbericht RelaxoDog

Wie ihr wisst fahre ich täglich mehrere Hunde in meinem Dogwalker-Mobil in unsere Auslaufgebiete.
Das steigt die Aufregung schon mal. Entsprechend ist der hundlich verursachte Lärmpegel die erste viertel Stunde im Bus recht hoch gewesen.

Also beschloss ich, das Gerät a) im Bus zu testen und b) zuhause für meinen eigenen Hund laut Anleitung aufzubauen und anzuwenden.

Teil a) - Test im Bus - erfolgte gegen die Empfehlung des Herstellers, denn schließlich sind die Hunde in einem aufgeregten Zustand wenn sie ins Auto kommen und das Gerät läuft dennoch.
Nach nun 8 Wochen des dauerhaften Gebrauchs des RelaxoDog im Bus bei meinen Gassihunden hat sich die Lautstärke vor allem kurz nach dem Einsteigen (vor der Gassitour) der Hunde extrem verringert.
Vereinzeltes Fiepen und Lautäußerungen, die ich auf akutes Pinkelbedürfnis zurück führe seien ihnen vergönnt.

Was mir auch nach den ersten 2 Wochen auffiel: Fast alle Hunde liegen nach kurzer Zeit in den Boxen - insbesondere die Hunde, die sonst recht ruhelos waren und maximal saßen, aber die ich nie liegend sah.

Auch ohne entsprechende Konditionierung komme ich also nicht umhin, dem RelaxoDog eine wie auch immer geartete beruhigende Wirkung zuzuschreiben.

Teil b) - Test zuhause beim einem eigenen Hund: Keine gravierenden Veränderungen bemerkt. Das Gerät wird abends immer angestellt, wenn mein Hund ohnehin auf dem Sofa gammelt.
Mit viel Fantasie fällt sie schneller in Traumphasen, aber da habe ich keine Vergleichswerte. Dazu muss ich sagen, dass mein Hund zuhause höchst selten gestresst oder unruhig ist. Gewitter etc. sind bisher auch kein Problem, so dass ich das RelaxoDog zuhause zwar aufbaue, jedoch keine deutliche Wirkung feststellen kann.

Aber das wäre bei meinem entspannten Sofa-Ridgeback auch schwerlich festzustellen.

Trainertipp:

Das RelaxoDog ist bei übermäßigem Stress von Hunden eine tolle unterstützende Möglichkeit.

Gutes Training kann aber nur wirken, wenn auch die Ursache der Stressoren bearbeitet wird.

Stressreduzierung UND die Unterstützung durch Entspannungsarbeit, z.b. durch das RelaxoDog ist die beste Möglichkeit,  Verhaltensauffälligkeiten zu reduzieren.

Der Preis

***Update*** Ab 10.06.17 kann die Smart-Version bestellt werden. Statt Koffer gibt es hier eine kleinere Verpackung und ein USB-Kabel mitgeliefert.
Reicht völlig aus und führt zu einem unschlagbaren Preis von 75 €.

Hier kann das RelaxoDog Smart bestellt werden: Klick! 

Als ich das Gerät vor einigen Monaten kaufte, lag der Preis noch bei 129€. Das ist eine ganze Stange Geld für ein kleines Gerät. Nach meiner Beobachtung sinkt der Preis derzeit.  

Das Gerät ist bei Amazon derzeit für knapp 100€ zu bekommen (Stand 27.04.2017).

Hier geht's direkt zu Amazon: RelaxoPet 100201 Entpannungssystem "Relaxodog" für Hunde, schwarz/chrom/rot*

Fazit

Das RelaxoDog hilft vielen Hunden.

Es gibt aus meinem Kundenkreis zwischenzeitlich viele positive Erfahrungen zum RelaxoDog.

Insbesondere bei Knallgeräuschen wurde nach wenigen Wochen eine deutliche Entspannung und schnellere Beruhigung berichtet.

Ich hänge meine positive Erfahrung da gerne dran, da ich wie beschrieben beim Transport der Hunde im Auto eine deutliche Entspannung feststelle. Da ich im Bus keine Konditionierung vornehmen konnte, kann ich wider besseren Wissens auch nicht behaupten, das dies unbedingt nötig ist. Eine Verschlimmerung der Aufregung konnte ich keinesfalls feststellen.

Nach meiner Erfahrung kann das Gerät nach korrektem Aufbau Hunden helfen, schneller und länger zu entspannen, auch wenn Stressoren vorhanden sind.

Das RelaxoDog ist eine unkomplizierte Möglichkeit, konditionierte Entspannung aufzubauen mit dem Bonus-Effekt der subliminalen Wellen. 

Ob man dafür bereit ist, den Preis zu zahlen muss letztlich jeder selbst wissen.
Ich bereue den Kauf insbesondere für die Anwendung im Auto keinesfalls. Meinem eigenen Hund und meinen Hunden im Dogwalking hilft es sehr.

Wer weitere Fragen oder eigene Erfahrungen zu dem Gerät hat, darf mir gerne eine Nachricht an erik@der-dogwalker.de senden.  

Aktuell bekomme ich auch von Trainingskunden ausschließlich positive Rückmeldungen zur Wirkung von RelaxoDog ©. 

Insbesondere bei Geräuschangst hilft es einem Kundenhund, sich sehr schnell wieder zu entspannen. 

Einfach Anstellen und los? Nein!

Hier erfährst du, wie du das Gerät am besten trainierst, damit es maximal wirken kann:

 

* Bei den Links handelt es sich teilweise um Affiliate-Links. Ich gehe damit sehr verantwortungsvoll um und empfehle nur Dienstleistungen und Produkte, die ich selbst nutze und die ich mir selbst empfehlen würde.

Gute Hundebücher

Hundebücher – Empfehlungen für jeden Schrank

  • 22. März 2017

Bei der Auswahl an Hundebüchern immer ds richtige zu erwischen ist gar nicht so einfach. Hier stelle ich nach und nach empfehlenswerte Bücher zu verschiedenen Themen rund um den Hund vor.

Alle hier gelisteten Hundebücher stehen für einen freundlichen, respektvollen und fairen Umgang mit dem Hund. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse im Hinblick auf Lernen und Sozialverhalten bei Haushunden werden berücksichtigt und fließen in die Trainingsmethoden ein.

Methoden, die Einschüchterung, Erschrecken, Schmerzreize usw. propagieren findest du in diesen Büchern nicht.

Bisher findest du hier im Regal:

 

Weiterlesen…