Category Archives for Entspannung

Mein Hund hat Angst: Trösten erlaubt?

  • 24. Juli 2018

Hast du einen Hund, der in der ein oder anderen Situation Angst hat, dann hast du dir diese Frage sicher auch schon einmal gestellt: "Darf ich meinen ängstlichen Hund trösten?"

Um diese Frage drehen sich viele Meinungen, Empfehlungen und gut gemeinte Ratschläge. Vermutlich kennst du sie schon alle. 

Ob beim Tierarzt, nach einem lauten Knall oder wenn etwas auf krachend auf den Boden gefallen ist und dein Hund erschreckt sich und kommt zu dir gesaust.

"Darf ich trösten oder belohne ich damit die Angst?"

Hast du dich das auch schon mal gefragt? Gut! Ja, ich finde es richtig gut wenn du dich mit Fragen rund um deinen Hund beschäftigst. 

Wer fragt, bekommt auch Antworten. Natürlich ist mein Blogartikel nur einer von Tausenden, die du finden wirst, wenn du diese Frage beantwortet haben möchtest. Ganz ehrlich: Das ging mir genau so. 

Eine Menge Meinungen und Annahmen habe ich gefunden.

Wenn es dir so geht wie mir, dann hinterfragst du. Dann beginnst du, dich zu fragen, ob diese Annahmen denn tatsächliche Wahrheiten sind oder eben nur Annahmen.

Gepaart mit deinem Bauchgefühl, welches innerlich unbehaglich quer liegt wenn du Sätze wie "Du darfst seine Angst nicht bestätigen und musst ihn völlig ignorieren wenn er Angst hat!" oder "Das muss er endlich alleine lernen, schließlich passiert ihm ja nichts wirklich!" liest. 

Dann, finde ich, hast du ein gutes Bauchgefühl.

Gefühl ist ein gutes Stichwort. Was ist Angst? Angst ist eine Emotion - umgangssprachlich, ein Gefühl. Wir empfinden Angst, unsere Hunde empfinden Angst. Ebenso wie alle Säugetiere. Das ist zum Glück bereits länger bekannt.

"Angst haben" ist ein Gefühl, ein emotionaler Zustand. Vor allem ist Angst erst einmal eine normale und sinnvolle Reaktion auf eine Bedrohung. Denn Angst alarmiert und sorgt dafür, dass das Individuum überlebt. Und zwar durch mehr Abstand zum Angstauslöser und der potentiellen Bedrohung. Klingt also ganz sinnvoll, nicht?

Ok, zurück zur Angst und der Fragen nach dem Trösten.

Hast du Höhenangst? Oder Angst vor Spinnen? Versetze dich jetzt in eine Situation, vor der du Angst hast. Egal, worum es sich dabei handelt. 

Wie fühlt es sich an, wenn du dich in dieser Situation befindest? Bist du wie gelähmt? Fühlst du dich hilflos? Willst du nur, dass es zu Ende ist und du wieder in Sicherheit bist?

Egal um welche Situation es geht. Es belastet. 

Wie fühlt es sich an, wenn dich dein Partner/deine Partnerin in dieser Situation daran hindern würde, weg zu gehen? 
Wie ist es, wenn er/sie dich festhält und zwingt, da zu bleiben und es "auszuhalten"?
Hast du anschließend weniger Angst, weil ja nichts passiert ist?
Ich glaube, bei mir würde Aggression ausgelöst werden und ich würde um mich schlagen um weg zu kommen. 

"Aber das ist doch Vermenschlichung"

Hunde wie Menschen haben Säugetiergehirne, die auf Bedrohung gleich reagieren.
Unter Stress rutschen wir in Verhaltensweisen wie Flucht, Angriff, Einfrieren/Erstarren oder Überspungshandlungen (Fiddle about).

Es hat also nichts damit zu tun, den Hund zu vermenschlichen sondern vielmehr hilft es, zu verstehen, dass auch Hunde diese Emotionen haben.

Dadurch wurde mir klar, dass es nichts bringt, den Hund in ängstigende Situationen zu bringen und ihn das "aushalten" zu lassen obwohl er dem gar nicht gewachsen ist.

Es mag Hunde geben, die dann äußerlich ruhig erscheinen, sich kaum oder gar nicht mehr bewegen. Es sieht so aus, als hätte der Hund gelernt, damit umzugehen. Oftmals befinden sich diese Hunde jedoch in einer Starre und können so gut wie garnicht mehr reagieren. Das hat mit Bewältigung nicht viel zu tun. 

Emotionen kann man nicht bestrafen oder belohnen

...aber man kann sie verändern. 

Zurück zur Sorge, man könne mit Trösten die Angst des Hundes "belohnen".

Wir können Verhalten von Hunden belohnen oder bestrafen. Jedem Verhalten liegt eine bestimmte Emotion zugrunde. Ein aufgeregter Hund zeigt anderes Verhalten als ein entspannter Hund.

Verändere die Emotion und du dann kannst du das Verhalten verändern.

Wenn der Hund Angst hat und von dir geht etwas für den Hund Angenehmes aus, kann das deinem Hund helfen, weniger Angst zu haben.

Hat ein Hund Angst und man wirkt unangenehm auf ihn ein, hält ihn fest oder wird laut kann das seine Angst verstärken. Wie das?
Die Situation macht ihm bereits Angst, jetzt wird auch noch die Bezugsperson richtig unangenehm. Die Situation verschlechtert sich, mehr Angst macht sich breit. 

Was du beim Trösten beachten solltest

Du kannst deinen Hund also super unterstützen. Durch "Social Support". Sei' da wenn er sich ängstigt. Unterstütze ihn, biete ihm angenehme Dinge an ohne sie ihm aufzudrängen.

Sei nicht beleidigt wenn er das Futter jetzt aber nicht nehmen kann. Unter Stress ist Fressen nicht sinnvoll. 

Biete ihm Nähe an, wenn er das mag. Vermeide es aber bitte, deinen Hund festzuhalten wenn er es nicht möchte. Sonst wird die Situation für ihn noch unangenehmer.

In Angstsituationen kannst du deinem Hund helfen mit:

  • konditionierter Entspannung
  • einem einfachen, häufig gut belohnten Lieblingstrick
  • ruhiges, freundliches Zureden
  • Angebot von Körperkontakt (optimal trainiert mit Ankündigung)
  • gut trainiertes Spielen
  • koordiniertes Flüchten (an der Leine)
  • Drinnen: Sicherheitszone, gerne höhlenartig 

Angst macht krank

Treten immer wieder Ängste auf, die heftig ausfallen und das Leben deines Hundes (und vermutlich auch deines) beeinträchtigen, ist Unterstützung wichtig. 

Auch die Emotion Angst kann verändert werden und mit systematischem Training kannst du deinem Hund helfen, bestimmte Angstauslöser in Zukunft gelassener zu erleben. Du kannst ihm Strategien beibringen, wie er damit umgehen kann. 

Weniger Angst zu haben erhöht die Lebensqualität enorm. Es lohnt sich also definitiv, daran zu arbeiten.

Natürlich kann man nicht alles immer zu 100% verändern. Man kann nicht jede Situation vermeiden, in der ein Hund Angst hat. Leben passiert. 

Aber es gibt Möglichkeiten, die Hunde dennoch zu unterstützen. 

Ich bin sehr froh über diese Möglichkeiten. Und richtig froh bin ich darüber, dass sie auch mit meinem Bauchgefühl im Einklang sind. 

Mein eigener Hund hatte früher schon Angst vor dem Geräusch einer zugehenden Türe. Das hat sich ruck zuck ausgeweitet und sie zeigte schnell Meideverhalten wenn sich eine Türe nur leicht bewegte, etwa durch einen Luftzug. 

Ich konnte ihr hier zum Glück mit einer Mischung aus Desensibilisierung und Gegenkonditionierung helfen. Heute sind derlei Geräusche kein Thema mehr.

Die gute Nachricht: Mit Feuerwerk ist das ebenfalls möglich. Auch bei Gewittern kann man es dem Hund deutlich angenehmer machen und er kann lernen, was er tun kann um sich dabei weniger schlecht zu fühlen.

Hat dein Hund Probleme mit Gewitter und/oder Feuerwerk?

Schreibe mir gerne eine Nachricht an erik@der-dogwalker.de und berichte mir, was du bisher unternommen hast, um an der Geräuschangst deines Hundes zu trainieren.

Endlich entspanntes Silvester...

Kannst du dir nicht vorstellen? Dein Hund hat panische Angst bei Knallerei und vielleicht sogar Gewitter?

Dieses Jahr nicht mehr!

Im September 2018 startet die erste Masterclass gegen die Geräuschangst.

Mit einer Hand voll motivierter Teilnehmer_innen sagen wir der Angst Adé und sorgen für entspannte Hunde wenn es knallt.

Trage dich hier ein und du wirst unverbindlich per eMail von mir informiert wie der Kurs abläuft, wie du teilnehmen kannst und wenn es los geht:

Deine Daten sind sicher! Du wirst lediglich über die Silvester-Masterclass informiert und erhältst NICHT den Newsletter. 

Stress beim Hund

Woran du Stress beim Hund erkennst

  • 18. Februar 2018

​Ein heikles Thema und lange nicht so klar wie man meinen möchte.

Hunde, die gestresst sind zeigen eine breite Palette unterschiedlicher Stresszeichen. Häufig erkennt man diese Zeichen nicht als Stress. 

Es gibt Hunde die sich auffällig unauffällig benehmen, sich völlig zurückziehen und sich kaum noch "verhalten" wenn sie gestresst sind.

Anhand welcher Zeichen du ganz einfach erkennen kannst, ob dein Hund gestresst ist oder nicht erfährst du in diesem Beitrag. 

Zuerst sprechen wir darüber, was Stress eigentlich ist. 

Stress = böse?

Nein, ganz und gar nicht. Stress ist überlebenswichtig.

Stress und die damit verbundene Hormonreaktion im Körper ist ein wichtiger Anpassungsprozess.

"Stress ist die Reaktion eines Organismus auf die Anforderung, sich zu verändern oder anzupassen."
(J. O'Heare: Die Neuropsychologie des Hundes, S. 6)*

Jeder "Reiz", also alles, was ein Hund tatsächlich wahrnimmt,  alles was neu ist, alles was plötzlich auftritt, alles was nicht einem bekannten Muster entspricht verursacht erst einmal Stress.

Man kann deshalb sagen, dass quasi alle Dinge stressend sind.

Aber ist das dann schon schädlich?

Nein!

Stress wird erst dann schädlich, wenn er nicht verarbeitet werden kann.

Fehlen dem Hund Bewältigungsstrategien für neue oder bedrohliche Situationen wirkt sich Stress negativ auf das gesamte Wohlbefinden des Hundes aus.

In diesem Fall ist Stress schädlich.

Stress begünstigt Angst- und Aggressionsverhalten.

Das ist auch im alltäglichen Umgang mit unseren Hunden eine wichtige Erkenntnis.

Wenn ein Hund viele Stressauslöser hat, häufig Angst oder sogar Panik erlebt braucht er Unterstützung, besser mit diesen Stressauslösern klar zu kommen. Gerade Angst senkt die Lebensqualität eines Hundes enorm.

Lernt der Hund keine Bewältigungsstrategie besteht die Gefahr, dass sich der Stress auf die Gesundheit negativ auswirkt und sich weitere Verhaltensweisen zeigen, die nicht gerade alltagskompatibel sind.

Oft summiert sich Stress bei Hunden über den Tag.

Wenn dann auf dem Abendspaziergang die Gelassenheit fehlt und der Hund extremer auf verschiedene Reize (Wild, andere Hunde, Menschen, Fahrzeuge) reagiert als er es frisch ausgeruht am Morgen tut ist das kein Wunder.  

Stresszeichen erkennen

Hier einige Merkmale in Ausdruck und Verhalten, die wir bei gestressten Hunden leicht beobachten können:

  • Bellen
  • Winseln oder Jaulen
  • "Hyperaktivität"
  • ist schlecht ansprechbar 
  • Lethargie
  • regt sich extrem auf
  • bewegt sich sehr hektisch
  • Übersprungsreaktionen 
  • schnelles flaches Hecheln
  • Schweißpfoten
  • Gähnen
  • reißt die Augen auf 
  • kneift die Augen zusammen
  • viel Weiß in den Augen sichtbar
  • zieht die Rute eng an die Beine oder unter den Bauch (Angst oder Konzentration)
  • zeigt ein "Stressgesicht"
  • kann kein Futter annehmen
  • häufiges Urin- oder Kotabsetzen
  • Durchfall
  • häufiges Strecken
  • aufgestellte Rückenhaare (Hinweis auf Erregung - kann sowohl angenehm als auch unangenehm sein) --> Piloerektion (clicke für mehr Infos)
  • Schütteln (häufig nach stressigen Hundebegegnungen)
  • extreme Körperpflege
  • sehr hohes Schlafbedürfnis
  • alle Zeichen von Angst und Panik
  • bei Rüden ausgeschachteter Penis
  • hohe Muskelanspannung (steifer Gang, durchgedrückte Gelenke)
  • Speicheln (ohne das Futter in Aussicht ist)
  • und vieles mehr

Du erkennst Stress bei deinem Hund oft an seiner Körpersprache. 

Hier siehst du eine wunderbare Übersicht der häufigsten Ausdrucksweisen unserer Hunde: 

Hundesprache

Bild-Quelle: https://www.doggiedrawings.net/freeposters

Ein Bildbeispiel für einen Hund, der ein Stressgesicht zeigt: 

Hier liste ich dir alle Stresszeichen des Hundes aus dem oberen Bild auf (Pfeile von links nach rechts):

  • Druck gegen das Halsband (weg vom Kind)
  • Kopf weg gedreht vom Kind
  • Falten und Muskelgrate im Maulwinkel + stark zurück gezogene Lefzen
  • Ohren ganz nach hinten geklappt +  Falten auf der Stirn
  • viel Weiß in den Augen sichtbar
  • Zunge spatelförmig angespannt

Die Ursachen für die Stressreaktion können von Hund zu Hund völlig verschieden sein. Wir können nie alle Ursachen erkennen, aber mit ein bisschen Übung wissen wir, was unseren Hund anstrengt.

Im oberen Bild sind mögliche Stressauslöser:

  • Umarmung durch das Kind
  • Bewegungseinschränkung durch die Leine am Halsband
  • Nähe von anderen Hunden (im Originalbild sichtbar)
  • Hitze
  • viele Menschen
  • vermutlich Lärm

Stress macht sich auch im Verhalten bemerkbar.

Hunde werden unter Stress reizbarer, reagieren schneller, heftiger oder länger. 

Was du tun kannst wenn dein Hund gestresst ist

Gestresste Hunde können nicht gut lernen und nur schwer bereits Gelerntes in diesen Situationen abrufen. 

Erkennst du, dass dein Hund gestresst ist schätze ein, wie sehr ihn das beeinträchtigt.

Hat er nur wenig Stress, kommt er damit recht gut klar, solche Situationen kommen immer wieder vor, beeinträchtigen deinen Hund aber nie sonderlich lange besteht nicht direkt Handlungsbedarf.

Hat dein Hund aber Mühe mit den Situationen klar zu kommen, reagiert er öfter mit "unerwünschtem" Verhalten, ist er danach noch eine Weile aufgeregt und übererregt oder erschöpft besteht Handlungsbedarf.

Fülle aktiv das Wohlfühlkonto deines Hundes auf!

  • Sorge für ausreichend Erholungs- und Entspannungsphasen
  • Trainiere Entspannung an Auslösern, die seinen Hund sehr belasten und die du nicht verhindern kannst
  • Manage Stressauslöser und vermeide sie zum Wohle deines Hundes hin und wieder
  • was du nicht managen kannst, aber häufig vorkommt trainierst du mit deinem Hund
  • trainiere Entspannungsmöglichkeiten
  • trainiere mit deinem Hund schrittweise auch in aufregenden Situationen ansprechbar zu sein
hund bellt

Dein Hund bellt wenn es klingelt?

  • 12. Februar 2018

Die Klingel ist für deinen Hund der Startschuss für ohrenbetäubenden Lärm und Gebrüll in Verbindung mit schlitternd zur Türe rasen?

Du lädst kaum noch Besuch zu dir ein, weil dein Hund jedesmal völlig aus dem Häuschen ist?

Hast du schon darüber nachgedacht, die Klingel abzustellen?

Dann ist eines ganz klar:

Dein Hund hat mit der Klingel riesig viel Aufregung verknüpft.

Warum die Klingel Aufregung auslöst

Die Klingel ist ein deutlicher Kontrast zu den sonstigen Alltagsgeräuschen. Sie kommt nicht so häufig vor. 

Auf solche "Kontraste" reagieren unsere Hunde naturgemäß sowieso stärker.

Etwas, das plötzlich in der Umwelt auftritt sorgt immer dafür dass der Hund seine Aufmerksamkeit dort hin lenkt um zu erkunden welche Bedeutung der "Reiz" für ihn hat.

Nach dem Klingeln ist aus Sicht des Hundes Vieles möglich:

  • fremde Menschen an der Haustüre
  • fremde Menschen in der Wohnung
  • bekannte Menschen an der Haustüre
  • bekannte Menschen kommen in die Wohnung
  • sein Besitzer läuft plötzlich schnell zur Türe

Hunde haben also erst mal keine Ahnung was passiert - sie wissen nur, DAS etwas passiert. 

Unsicherheit stresst. Und Stress sorgt für Aufregung.

Wenn dein Hund nun bellt und ebenfalls zur Türe läuft wirst du auf irgendeine Art und Weise auf ihn reagieren. 

Vielleicht schiebst du ihn von der Türe weg, möchtest ihn auf seinen Platz schicken und willst aber den Besuch so schnell wie möglich herein lassen. 

Da ist Hektik, noch mehr Stress und Ärger vorprogrammiert.

Die Ursache fürs Bellen beim Klingeln

Die eine Ursache gibt es nicht. Fast immer ist es eine bunte Mischung aus:

  • Stress
  • Aufregung
  • Unsicherheit
  • erlerntes Verhalten

Übrigens ist Bellen evolutionär ein sinnvolles Warn-Instrument um die Gruppenmitglieder vor einer möglichen Gefahr zu warnen. Das typische "Anschlagen" ist also erst einmal völlig normal. 

Unter Hunden gibt es natürlich Vertreter, die sensibler auf Eindringlinge reagieren als andere Hunde. 

Für das Training ist es jedoch völlig unwichtig, welches Etikett ein Hund bekommt.

Ob er jetzt "territorial", "dominant", "unsicher" oder "aufsässig" sei bringt uns beim Training nicht weiter. 

Einfacher und fairer dem Hund gegenüber ist es, wenn man sich das Verhalten genau anschaut und sich überlegt, welche Emotion und welches Bedürfnis des Hundes dahinter steckt. Denn dann kann man sich überlegen welches Verhalten man zukünftig lieber beim Hund sehen möchte und wie man dort hin gelangt. 

Wie kehrt wieder Ruhe ein?

Hier erfährst du einen kleinen Einblick in einige Bausteine des Trainings bei Klingel-Chaos. Natürlich ist das kein Rezept und wie immer nicht in jeder Situation anwendbar.

Zwei Dinge sind wichtig:

Management und Training

Management um zu verhindern, dass dein Hund weiter das Verhalten ausführen kann welches du nicht haben möchtest

und

natürlich Training, damit er lernen kann was er stattdessen tun soll wenn es klingelt. 

Frage dich, wo dein Hund schon "auslöst":

Ist es die Klingel oder wird er erst aktiv wenn du zur Türe läufst?

Bellt er bereits sobald er eure Gartentüre aufgehen hört?

Was passiert, wenn die Post eingeworfen wird?

Je nach dem beginnst du mit dem Training dort, wo dein Hund als erstes reagiert.

Welche Trainingsmöglichkeiten?

Alles, was Stress, Frust, Angst und Aufregung senkt ist für das Training herzlich willkommen. 

So nicht: Discs, Wasser, Zischen, Strafen


Dein Hund ist offenbar sehr aufgeregt. Stell dir vor, dein Hund wird mit Wasser besprüht nach dem es geklingelt hat. 
Er erschrickt sich furchtbar dabei. 

Denkst du, er wird das nächste mal entspannter sein wenn es klingelt? Sicher nicht. Denn nach dem letzten Klingeln ist was sehr Unangenehmes passiert. Er erwartet also etwas Doofes und das treibt die Aufregung weiter in die Höhe.

Außerdem wird er NICHT verknüpfen können, dass das Wasser jetzt wegen seinem Bellen kam. 

Jede Form von Strafe erhöht den Stress. Und Stress setzt oft einen Kreislauf in Gang, den wir gar nicht wollen:
Mehr Aufregung bei Besuch, vielleicht andere Verhaltensweisen (bisher wurde der Besuch nur angebellt, jetzt wird geknurrt und fixiert).


Mit dem Versuch, diese Verhaltensweisen "zu unterbinden" durch die Anwendung aversiver Mittel wird man langfristig nicht weit kommen und vor allem keinen entspannten Hund bekommen. 

Gegenkonditionierung der Klingel

Hat dein Hund die Klingel als Startsignal fürs Durchdrehen bist du in diesem Abschnitt richtig.

Wir sorgen dafür, dass die Klingel für deinen Hund eine andere Bedeutung bekommt. 

Hilfreich ist für den Start, wenn du den Klingelton per Handy aufnimmst und damit erst einmal loslegst. 

Für Härtefälle sollte die echte Klingel vorübergehend außer Betrieb genommen werden. 

  • Klingel = Mega-Ober-Geniales Kauteil auf dem Hundeplatz

In Zukunft bekommt dein Hund bei jedem Klingeln etwas Tolles auf seinem Platz.
Egal ob er erst einmal zur Türe stürmt oder einen Sprungwettbewerb veranstaltet.

Die Botschaft für ihn lautet nach jedem Klingeln:

Klingel = es wartet etwas super Tolles auf deinem Platz

Natürlich sollte sein Platz nicht direkt im Flur oder neben dem Eingang sein. 😉

Was erreichst du damit?

Damit erreichst du, dass dein Hund das Klingelgeräusch als Signal für "auf seinen Platz gehen" lernt. 

Ganz nebenbei verbindet er mit der Klingel angenehme Gefühle, weil auf die Klingel jetzt immer etwas ganz Tolles folgt. 

Natürlich musst du ihm erst einmal zeigen, dass er dort etwas Tolles bekommt. Ganz oft ist die Aufregung auch erst mal viel zu hoch um Fressen zu können.

Wichtig ist, hier am Ball zu bleiben! Biete deinem Hund konsequent nach jedem Klingeln etwas an dieser einen Stelle an. 

Ein einziges Leckerchen wird euch da übrigens kaum helfen. Die meisten Hunde haben das Leckerchen bereits geschluckt bevor ich "nimms dir" gesagt habe. Und dann wird der Hund sicher gleich wieder zur Türe laufen. 

Wollen wir nicht. 

Also muss eine Art Dauerlutscher her, der den Hund eine ganze Weile beschäftigt:

Fremde sind doof!

Hat dein Hund Mühe wenn fremde Menschen im Haus sind reicht natürlich ein Gegenkonditionieren der Klingel nicht.

Denn nach dem Klingeln kommen ja die (für deinen Hund komische) Menschen herein. 

Hat dein Hund Angst oder reagiert er mit Aggression ist besonderes Management und intensives Training gefragt.

Am besten unter der Anleitung eines kompetenten Trainers.

Ziel ist hier übrigens nicht, das Verhalten des Hundes einfach zu verbieten (reine Symptombekämpfung) sondern so zu trainieren, dass der Hund mit Besuch gut klar kommt ohne dass er gehemmt oder bestraft wird. 

Knurren ist Kommunikation. ​(Mehr dazu im Beitrag "Hilfe mein Hund knurrt!")

Ein Hund der knurrt sagt deutlich, dass er zum Beispiel mehr Abstand haben möchte oder die schnellen Bewegungen des Besuchs gruselig findet.  

Reagiert dein Hund mit Aggression auf Besucher geht Sicherheit vor:

Entweder strikte räumliche Trennung von Hund und Besuch oder ein Maulkorb wird nett auftrainiert und der Hund im Training gesichert.

Ziel von Besuchertraining sollte hier sein, dass der Hund lernt, sich in Anwesenheit fremder Menschen zu entspannen. 

Dabei hilft eine tolle Entspannungszone für deinen Hund, die auch gleichzeitig seine Sicherheitszone ist. 

Mit Training kann man erreichen, dass der Hund auch nach und nach entspannt in seiner Sicherheitszone sein kann auch wenn Besuch da ist. 

Natürlich kommt das auf den einzelnen Hund an. Manche Hunde kommen mit einem Sicherheitszimmer in den kein Besuch kommt besser zurecht. 

Entspannung

Dein Hund sollte eine Zone in der Wohnung haben, in der er sich super gut entspannen kann und in der er sich sicher fühlt.

Du kannst mit deinem Hund trainieren, dass er in diese Zone geht wenn Besuch kommt oder es klingelt. 

Natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Das braucht Zeit. Gerade wenn viel Aufregung mit der Klingel-Situation verbunden ist und dein Hund vielleicht schon Monate oder Jahre riesige Aufregung mit der Klingel verknüpft hat löst sich diese Aufregung nicht über Nacht.

Hat dein Hund gelernt, dass er sich in seiner Zone entspannen kann, steigerst du langsam aber sicher doch die Ablenkung.

Erst bewegst du dich durch die Wohnung während dein Hund in seiner Zone ist, dann vielleicht dein Partner oder Kinder.

Kann dein Hund dabei immer noch entspannt liegen bleiben kommen irgendwann Besucher dazu. 

Zum Start bittest du den Besuch ohne zu klingeln herein. Super wäre es, wenn dein Hund den Besuch kennt und mag. 

Du bringst deinen Hund in seine Entspannungszone und gibst ihm dort etwas Tolles zur Beschäftigung. 

Wenn dein Hund zur Ruhe gekommen ist, beginnt der Besuch sich durchs Zimmer zu bewegen, ihr setzt euch an einen anderen Tisch usw. Die Bewegung und die Ablenkung sollte aber immer nur so gesteigert werden, dass dein Hund entspannt liegen bleiben kann.

Mit Management und geplantem Training zu Erfolg

Training scheitert häufig dann, wenn man im Alltag einiges umstellen muss um zum Erfolg zu kommen. 

Bei der Klingel-Thematik kommt noch eines hinzu:

Sozialer Kontakt von uns Menschen. Damit wir unseren Hund unterstützen können müssen wir unseren Besuch vielleicht eine Weile an der Türe warten lassen um den Hund "zu managen". 

Dazu bekommt der Besuch strikte Anweisungen, wie er sich dem Hund gegenüber zu verhalten hat.

Möglicherweise wurde die Klingel abgestellt und jeder der herein möchte muss erst mal übers Handy anrufen.

Das sind für viele Menschen einige Hürden. 

Ich bin mir sicher, für jeden Hund lohnt sich Training wenn er dann am Ende entspannter und gelassener bleiben kann. 

Es ist wie so häufig die Frage, was wir Menschen bereit sind zu tun. Leider gibt es die Pille für den Sofort-Erfolg nicht. 

Sei bitte immer skeptisch, wenn dir erzählt wird das Problem sein nach einer Trainingsstunde für alle Zeit behoben.

Dabei wird es häufig um aversive Methoden gehen, die vielleicht hübsch verpackt sind aber deinem Hund in keiner Weise helfen besser mit der Situation klar zu kommen.

Den Hund zu hemmen und einzuschüchtern mag oberflächlich betrachtet oft "funktionieren", aber nicht zum Wohl des Hundes.

Abgesehen davon:
Wenn mal keiner da ist um den Hund zu hemmen wird er es wieder genauso machen wie er es nicht machen sollte.

Einfach weil er nicht gelernt hat, was er stattdessen tun soll.
Er hat durch Hemmung nur erfahren, das es besser ist gar nichts zu tun. Damit kann er der Bedrohung durch den Menschen entgehen. 

Was dein Welpe wirklich lernen sollte

Welpen – Was sie lernen sollten

  • 23. Januar 2018

Training mit Welpen und deren stolzen Besitzern ist richtig toll. Meistens treffe ich auf wissbegierige Welpeneltern die von Anfang an alles richtig machen wollen.

Kommt dir das bekannt vor? Vielleicht hast du gerade auch einen Welpen oder Junghund bei dir und du möchtest unbedingt alles richtig machen - und zwar von Anfang an.

Da bin ich keine Ausnahme. Auch mir erging es mit meinem Welpen damals so. "Bloß auf alles achten, darf mein Welpe das jetzt?" oder "Oh nein, wie reagiere ich denn, wenn er DAS macht?".

Ich geb`s zu, ich war teilweise ganz schön überfragt und überfordert. Mein Anspruch an mich selbst alles richtig machen zu wollen hat mich sehr schnell an meine Grenzen gebracht. 

Ständig fühlte ich mich deshalb gestresst und im Umgang mit dem kleinen Welpen gehemmt. Nie wusste ich, ist das jetzt richtig? Was muss ich tun?

Und vor allem, was muss mein Welpe alles lernen, damit er nichts verpasst?

"Aber die Sozialisierung..."

Die Empfehlung, dem Welpen innerhalb eines kurzen Zeitraums so vielen Reizen auszusetzen wie möglich beruht häufig auf dem Gedanken "Viel hilft viel". 

Je mehr der Welpe in der Phase zwischen der 3. und etwa 16. Lebenswoche kennen lernt, desto besser würde er später mit allem klar kommen.

Aber:
Gerade weil Welpen in dieser Zeit sehr schnell und nachhaltig lernen macht es Sinn, bewusst für kontrollierte und positive Lernerfahrungen zu sorgen.

Dazu gehört, dass dein Welpe in seinem Tempo erkunden darf. 

Gib` ihm die Möglichkeit auch einmal zu sagen "Nein, das möchte ich bitte nicht näher kennen lernen!". Unterstütze ihn, belohne ihn für seine Neugier aber locke ihn nicht zu "gruseligen" Gegenständen. 

Wenn du ihn lockst bringst du ihn in einen Konflikt. Eigentlich will er lieber weg aber da bist ja du oder ein Leckerchen. Das stresst den Kleinen zusätzlich.

Besser ist es, wenn du ihn für jeden Blick zum Gruselobjekt lobst und ihn so ermunterst, selbst zu erkunden.

Überforderung und "da muss er jetzt durch"-Gedanken können - müssen aber nicht -  dir im weiteren Hundeleben ansonsten die ein oder andere problematische Verhaltensweise einbringen.

Was also braucht DEIN Welpe? 

Heute weiß ich: Jeder Jeck is' anders. Und jeder Hund erst recht. Es gibt also kein Rezept und keinen starren Zeitplan, in dem es ausnahmslos ALLES abzuarbeiten gilt.

Auch nach der 16. Woche kann dein Welpe Neues kennenlernen. Dann vielleicht nicht mehr so schnell und so unbefangen.

Wichtig ist: Was braucht dein Welpe, um im Alltag bei dir und in deiner Umgebung gut, angstfrei und mit Freude zu leben?

Wenn du also auf dem platten Land lebst und dein Welpe voraussichtlich nie mit dem Zug fahren muss macht es wenig Sinn, ihn zum nächsten Großstadtbahnhof zu schleppen. Dort wird er einer ganzen Menge Menschenbeinen, Unrat, Koffer, Lärm und Treppen ausgesetzt, vielleicht tritt ihn jemand oder er bekommt mächtig Angst vor den großen Zügen. Da hat keiner etwas gewonnen, nicht? 

Vielleicht trefft ihr unterwegs regelmäßig auf Kühe oder andere Weidetiere, Traktoren und große, laute Maschinen?

Dann lege Wert darauf, dass dein Welpe diese Dinge möglichst positiv und angstfrei kennen lernen darf.

Wieviel mit dem Welpen trainieren? 

Neben Lernmöglichkeiten benötigt ausnahmslos jeder Welpe eines, nämlich die Möglichkeit Gelerntes in Ruhe verarbeiten zu können. 

Möchtest du bestimmte Dinge intensiv üben eignet sich eine kurze Übungsdauer von wenigen Minuten.

Welpen Training

Trainiere lieber qualitativ sauber und kurz mehrmals am Tag anstatt 15 Minuten am Stück.

Dein Welpe unterscheidet nicht zwischen bewusstem Training und Alltag. Für ihn sind alle neuen Eindrücke gleichermaßen "neu" und beanspruchen ihn deshalb.

Pausen, Entspannung und eine Mütze Schlaf ist deshalb auch für deinen Welpen Gold wert. 

Wenn du also bemerkst, dass dein Welpe gerade schon seine wilden 3 Stunden hat erübrigt sich die Frage, ob du jetzt mit ihm noch eine Stadt-Trainings-Runde machst.

Sorge nach neuen Eindrücken für Entspannung.
Gib` deinem Welpen etwas zu Kauen, gönn` ihm eine kleine Massage oder einen Kong, mit dem er sich in den wohlverdienten Schlaf nuckeln kann. 

Übrigens: Hunde sind polyzyklische Schläfer. Das heißt, es ist normal dass sie einige Stunden aktiv sind und anschließend wieder einige Stunden ruhen und schlafen.

Welpen schlafen

Genügend Ruhe und Schlaf hilft deinem Welpen Gelerntes zu verarbeiten und gestärkt in neue Ab​enteuer zu starten.

Eine Sprache mit deinem Welpen sprechen

Ganz klar, wir sind Menschen und Hunde sind Hunde. Wir kommunizieren völlig verschieden und haben ganz grundverschiedene Höflichkeitsregeln. Da kommt es schnell zu Missverständnissen.

Damit dein Welpe versteht, was du ihm sagen möchtest müsst ihr natürlich eine gemeinsame Sprache sprechen.
Stell` dir vor, du bist in deinem fremden Land und beherrschst die Sprache nicht.
Ständig wirst du von den Menschen angesprochen, von manchen nett, von anderen ärgerlich. Und du hast keine Ahnung was los ist. Das verunsichert und frustriert.

Die einfachste und beste Möglichkeit um deinem Hund klar zu sagen was du wirklich toll findest und was er bitte öfter tun soll ist das -Markersignal. (Link: Was ist ein Markersignal?)

Bild-Quelle: www.amazon.de

Alternativ zum Markerwort kannst du auch einen Clicker verwenden. Es gibt eine Menge verschiedener Fabrikate auf dem Markt.
Der Vorteil eines Clickers ist der markante Ton. Er hebt sich deutlich von unserer Stimme ab und wird vom Hund deshalb besser wahrgenommen. Nachteil: Man hat immer eine Hand zur Verwendung des Clickers "besetzt".

Das Markersignal ist ein Wort oder ein Geräusch, das immer eine Belohnung ankündigt.  

Nach dem Markersignal hast du dann 1-3 Sekunden Zeit, deinen Hund zu belohnen.

Das macht nicht nur Spaß sondern schafft auch Vertrauen, reduziert Stress und lässt deinen Welpen gerne mit dir zusammenarbeiten.

Das Markersignal kannst du für jede neue Übung einsetzen und damit sehr schnell Fortschritte erzielen.

Gold wert: Ruhezone für deinen Welpen

Welpen sind gut darin so lange zu Toben bis sie irgendwann umfallen. Oder "doof" werden. 

Je mehr neue Eindrücke ein Welpe und Junghund bekommt, desto mehr Zeit benötigt er, um diese Eindrücke auch verarbeiten zu können.

Welpen sind mit etwa 17-22 Stunden Ruhe und Schlaf pro Tag gut versorgt. Bei erwachsenen Hunden sind 15-18 Stunden Ruhe und Schlaf eine gute Richtschnur. Es gibt immer Abweichungen, die mit mehr oder weniger ohne Probleme klar kommen. 

Hat dein Welpe insgesamt deutlich weniger Ruhe- und Schlafzeiten kann ihm die Entspannungszone helfen.

Gerade weil Welpen und Junghunde schnell an Neues zu gewöhnen sind kannst du gleich von Beginn an eine tolle Ruhezonen etablieren. 

Von alleine wird dein Welpe nämlich kaum auf die Idee kommen sich auszuruhen.

Richte deinem Welpen deshalb von Anfang an eine kuschelige Ruhezone ein. Hier findet er alle tollen Kausachen, einen Kong, etwas zum Auspacken oder Zerrupfen und auch Kuscheln und Kontaktliegen gibt es in dieser tollen Zone für ihn.

Wenn er von Beginn an lernt - nach jeder Tobe-Runde gibt es in der Zone etwas Schönes - hast du bereits ein wichtiges Ritual eingeführt.
So wird dein Welpe öfter von sich aus diesen Bereich aufsuchen wenn er sich entspannen möchte. 

Verbinde diese Zone also mit schönen und entspannenden Dingen für deinen Welpen. 

Und ganz wichtig: Wenn er dort liegt hat er dort auch seine Ruhe!
Deine Aufgabe ist es, anderen Mitbewohnern oder Besuchern, besonders Kindern klar zu machen, dass dein Hund nicht gestört wird wenn er sich dort aufhält.
Das ist seine Sicherheitszone.  Hier kann er in Ruhe völlig entspannen.

Übrigens hilft dir diese Zone auch wenn es darum geht, Alleinebleiben zu trainieren. 

Welpe anfassen und festhalten

welpe tierarzt

Festgehalten werden kann echt unangenehm sein! Mit ein wenig Übung wird der Tierarztbesuch zum Kinderspiel!

Sicher fragst du dich, was das denn soll? Der Welpe soll lernen, sich anfassen zu lassen?

Ja. Das ist Gold wert. Spätestens wenn es um so Dinge wie Fellpflege, Zahnpflege, Krallenschneiden und Tierarzt geht bist du dankbar, wenn dein Hund gelernt hat, sich nicht nur von dir sondern auch von Fremden (Tierarzt) anfassen zu lassen und auch körperliche Einschränkungen wie das Festhalten einzelner Körperteile gut ertragen kann. 

Das kannst du mit deinem Welpen ganz einfach spielerisch üben. 
Am besten und schnellsten lernt er es, wenn du ankündigst was du tust:

Du möchtest seine Pfote untersuchen? Dann benenne das (zum Beispiel mit "Pfote gucken") und berühre dann seine Pfote, belohne ihn dabei mit einem Leckerchen und nimm deine Hand wieder weg. 

Festhalten kannst du genau so üben:
Ankündigen  -  Hände seitlich an deinen Welpen - Loben und belohnen - Hände wieder weg.

Wichtig ist es, dass du kleinschrittig beginnst: Übe das nur so, dass dein Welpe keine Angst zeigt und auch nicht zappelig ist. Wenn er nur eine Millisekunde still halten kann - Super! Darauf baust du weiter auf. 

Klappt das bei dir super, kannst du auch Freunde und Bekannte bitten, mit euch das Anfassen zu üben. Die meisten sind da sofort dabei. 😉

"Komm zurück!"

Ok, DAS ist wirklich wichtig.
Jeder Hund sollte einen brauchbaren Rückruf beherrschen.

Das ermöglich Sicherheit, etwas mehr Bewegungsfreiheit für den Hund und ist Teil eines rücksichtsvollen Miteinanders mit anderen Menschen und Lebewesen.

Allzu häufig werden Hunde gedankenlos abgeleint ohne dass der Mensch auch nur den Hauch einer Chance hat, seinen Hund abzurufen wenn es nötig wäre. 

Mein Favorit für den Rückruf ist der doppelte Rückruf. Wie du den mit deinem Welpen trainieren kannst erfährst du wenn du dem Link in der Box folgst:

Das ist alles?

Nein, natürlich nicht. Es ist ein Anfang. Und ein Anstoß, dass du für dich und deinen Welpen genau das raussuchst, was ihr für ein tolles Hundeleben braucht. 

​Eines aber ist sicher: Wenn dein Welpe gelernt hat zu entspannen und neue Dinge gut bewältigen zu können wirst du viel weniger "unerwünschte" Verhaltensweisen an ihm beobachten können. Und ganz nebenbei lernt er neue Signale und gutes Benehmen viel leichter, als wenn er ständig auf 180 läuft. 

Wenn für dich also ein super sicheres Sitz notwendig ist (und ja, ich finde das auch super wichtig!) dann steht das bei euch weiter oben auf der Prioritätenliste.

Wenn dein Welpe unbedingt mit anderen Hunden klar kommen sollte, dann legst du den Fokus in der sensiblen Phase auf die positive Belegung von Hunden und auf freundliche und kontrollierte Hundekontakte.

Der Alltag wird dafür sorgen, dass euch die Trainingsgelegenheiten nicht ausgehen. 

Vielleicht springt dein Welpe furchtbar gerne Leute an. Oder er sollte lernen, nicht zu jedem anderen Hund zu stürmen. 

Alles wird sich ergeben. Und alles zu seiner Zeit.

Genieße die Welpenzeit. Sie ist einmalig. Und sie vergeht so schnell. 

Du musst nicht alles in die ersten 16 Wochen pressen. Du wirst Fehler machen. Du darfst Fehler machen!

Ich habe viele Fehler gemacht. Heute weiß ich es besser. Und mache immer noch Fehler. 😉

Und will dir den Druck damit ein wenig nehmen. Trotz meiner Fehler habe ich den tollsten Hund, den ich mir nur wünschen könnte.

Ich bin sicher, bei dir wird es genau so!

Thrive Leads Shortcode could not be rendered, please check it in Thrive Leads Section!


Angst verstärken

Angst der Hunde verstärken durch Trösten?

  • 17. Dezember 2017

Was ist dran? Was schadet deinem Hund? Was hilft deinem Hund wenn er akut Angst und Panik hat?

„Wenn dein Hund Angst hat musst du das ignorieren und darfst ihn nicht trösten, sonst verstärkst du seine Angst und er wird immer mehr Angst haben.“

Was ist dran an der Angst, die Angst deines Hundes durch Trösten zu verstärken?

Dahinter steckt die Annahme, man könne Angst verstärken durch etwas Angenehmes wie Aufmerksamkeit von dir, durch tröstende Worte oder Kuscheln.

Angst ist eine überlebenswichtige Emotion

Nehmen wir an, draußen knallt es laut, dein Hund erschreckt sich furchtbar und flüchtet unter deine Beine. Dort zittert er furchtbar und traut sich lange Minuten nicht wieder vor. Diese Fluchtreaktion hat evolutionär gesehen Leben gerettet. Denn bei plötzlichen, extremen Geräuschen ist es erst mal sicherer, sich zu verstecken.

Die Reaktion auf plötzliche, laute und sehr intensive Geräusche ist evolutionär angeboren. Das Gehirn des Hundes reagiert quasi reflexiv mit Fluchtverhalten. Denn jedes „Nachdenken“ könnte bereits zu lange dauern und den Tod bedeuten.

Deshalb ist es evolutionär sinnvoll zu flüchten und sich in Sicherheit zu bringen wenn plötzliche laute Geräusche auftauchen.

Wenn dein Hund auf Knallgeräusche also mit Angst und Fluchtverhalten reagiert ist er erst einmal ein völlig normaler Hund mit einem funktionierenden Gehirn.

Angst ist eine sehr starke Emotion. Das kann jeder von uns glatt bejahen.

Wenn ich richtig Angst habe, fühlt sich das schrecklich an. Ich kann nicht mehr klar denken und verhalte mich dabei oft „eigenartig“.

Hunden geht es genauso. Das, was sie tun wenn sie Angst haben ist Folge der Angst: Verstecken, Zittern, Hecheln. Nichts davon tun sie absichtlich.

Nur bewusst gezeigtes Verhalten kann verstärkt werden

Wenn wir von Verstärkung sprechen, geht es um die vier Quadranten der operanten Konditionierung.

Man kann Verhalten entweder verstärken – dann wird der Hund es häufiger, länger oder intensiver zeigen. (Negative und positive Verstärkung)

Oder man bestraft Verhalten: Dann wird der Hund das Verhalten zukünftig seltener zeigen. (Negative und positive Strafe)

Wenn wir von Verstärken und Bestrafen sprechen geht also immer um das Verhalten, welches ein Hund zeigt.

Jedes Verhalten des Hundes hat eine Konsequenz für ihn - unabhängig davon ob wir als Menschen daran beteiligt sind oder nicht (Stichwort Umweltbelohnung, selbstbelohnendes Verhalten usw.)

Jedes Verhalten hat also mindestens eine dieser Konsequenzen zur Folge. Immer.

Das trifft auch auf unser menschliches Verhalten zu. Alles, was wir bewusst tun hat eine dieser Konsequenzen zur Folge:

Konsequenzen
Übrigens hängt es ganz vom Hund ab, was dieser als belohnend und was als strafend empfindet. Bei uns Menschen ist es ähnlich: Für den einen wirkt eine Stunde Joggen gehen belohnend, für den anderen wäre es die Höchststrafe.

Aber zurück zur Angst:

Angst ist eine Emotion. Natürlich erzeugt die Emotion bestimmte Verhaltensweisen (Flüchten, Zittern und Hecheln beispielsweise). Das Verhalten sucht sich der Hund aber in dieser Situation nicht bewusst heraus. Er kann sich aufgrund der starken Angst nicht anders verhalten. 

Wenn du also einen Hund hast, der extrem unter Silvester leidet, oder sich auch sonst einmal erschreckt und bei dir Schutz sucht, dann kannst du ihm den Schutz gewähren. Dadurch hilfst du ihm.

Hat dein Hund viele Ängste und reagiert häufig ängstlich wende dich bitte an einen guten, gewaltfrei und nach aktuell wissenschaftlichen Methoden arbeitenden Trainer der dich unterstützt.

Hunde mit vielen Ängsten haben eine sehr eingeschränkte Lebensqualität.

Angst macht krank. Und Angst zieht Kreise.

Zu den aktuellen Ängsten werden immer mehr dazu kommen wenn dein Hund keine Unterstützung bekommt. 
Die meisten Ängste können schnell gemildert werden und nehmen dir und deinem Hund eine Menge Stress! Also schau hin und handle! Angst muss nicht sein. 

Das Kuschelhormon

Gegen Angst und Stress hilft oftmals Körperkontakt wenn dein Hund diesen bei dir sucht. Körperkontakt sorgt für die Ausschüttung des „Kuschelhormons“ Oxytocin. Das Kuschelhormon hilft beim Abbau von Stresshormonen im Körper.

Eine unangenehme Emotion wie Angst kannst du also nicht verstärken indem du die Situation für deinen Hund angenehmer machst. Im Gegenteil. Dein Hund erfährt, dass du ihm hilfst und dass sich deine Nähe gut für ihn anfühlt. Du bietest deinem Hund durch Trösten „Social Support“.

Social Support bedeutet Unterstützung durch Gruppenmitglieder in stressenden Situationen. Durch körperliche Zuwendung können die Stresssymptome reduziert werden.

Du darfst deinem Hund also Schutz und Zuwendung bieten wenn ihm das hilft.

Es kommt dabei natürlich auf deinen Hund an. Was er als angenehm empfindet liegt ganz bei ihm.

Du wirst am besten wissen, was deinem Hund hilft und was er gut annehmen kann:

  • Leicht gestreichelt werden
  • Massieren mit mehr Druck 
  • Verstecken hinter/unter dir
  • Kontaktliegen 

Viele Hunde empfinden es als unangenehm wenn sie festgehalten werden. Schau also genau darauf was dein Hund gut findet und was nicht.

Sonst kann es tatsächlich passieren, dass du die Angst deines Hundes verschlimmerst.

Wie das?


Achtung: So verstärkst du die Angst trotzdem!

Wie du die Angst deines Hundes tatsächlich verstärken kannst?

Wenn dein Hund ohnehin Angst hat und du dich zusätzlich ungewohnt verhältst, kann es passieren, dass dein Hund in dieser Situation noch mehr Angst bekommt.

Bist du vielleicht sehr aufgeregt, streichelst deinen Hund ganz hektisch, hältst ihn fest weil du denkst, es beruhigt ihn obwohl er gerne flüchten möchte, du redest ganz gestresst auf ihn ein - was du sonst nie tust.

Alles was in diesen ohnehin gruseligen Situationen für deinen Hund zusätzlich anders ist als sonst kann den Stress noch erhöhen.

Das trifft übrigens auch auf Hilfsmittel zu, die eigentlich entspannen sollen.

Wenn du das Thundershirt also erst auspackst, während dein Hund bereits unter das Bett geflüchtet ist, wird es ihm nicht helfen. Deshalb ist es wichtig wirklich alle neuen Hilfsmittel mindestens einige Tage vor dem stressenden Ereignis mit etwas Angenehmem oder Entspannenden zu verbinden. 

Lege deinem Hund niemals in ängstigenden Situationen neue Hilfsmittel an die er nicht kennt. Das wird den Stress nur erhöhen.

Verhalte dich also „normal“ und biete ihm den Schutz den er haben möchte.

Mache deinen Hund bereits so früh wie möglich mit neuen Hilfsmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Entspannungsutensilien vertraut. 

So kannst du deinem Hund ein wenig Unterstützung bieten. Als fürsorgliche Sozialpartner tut man sowas schließlich. 

Jetzt weißt du, dass du durch die richtige soziale Unterstützung die Angst deines Hundes nicht verstärken kannst.

Folge deinem Bauchgefühl und unterstütze ihn bestmöglich in schweren Zeiten. 


Hund müde machen

„Du musst ihn richtig müde machen!“

  • 7. Oktober 2017

Hast du das auch schon mal als "Tipp" bekommen, wenn es darum geht warum dein Hund "rumspinnt"? 

Laste ihn mehr aus, beschäftige ihn mehr, geh' länger mit ihm Gassi und mach' ganz viel Unterordnung.

Solche "Tipps" gehören immer noch zum Alltag. Häufig sollen schon Welpen richtig ausgelastet werden damit sie zuhause endlich schlafen. Aber ist das tatsächlich der richtige Weg?

Das Problem mit mehr Auslastung

Wann wird zu mehr Auslastung geraten?
Meistens dann, wenn Hunde unerwünschtes Verhalten jeglicher Art zeigen.

Häufig geht es um Leinenaggression, Jagdverhalten, vermehrtes Bellen oder bei Welpen um die Schnapp-Schildkröten-Attacken.

Müde machen könne man den Hund dann mit noch mehr Bewegung, Ballspiel, langes Laufen am Fahrrad oder häufige Unterordnungsübungen. 

Viele Hunde können sich nicht ausruhen. Ruhe und Schlaf ist aber elementar wichtig um die alltäglichen Erlebnisse zu verarbeiten.

Das Ruhe- und Schlafbedürfnis der meisten Hunde beträgt zwischen 15 und 18 Stunden pro Tag. Welpen schaden auch 1-2 Stunden zusätzlich nicht. 

Stress kann viele Ursachen haben:

Viele Umweltreize, viele Hundebegegnungen (oder wenige richtig doofe), Schmerzen, Frustration, Mehrhundehaltung, Ängste und sogar Unterforderung - was aber eher selten ist - ...die Liste ist lang.

  • Umweltreize wie Autos, andere Tiere, Menschen
  • Angstauslöser wie bestimmte Gegenstände, Gewitter, Knallgeräusche
  • Einsatz von Strafen und unklare Kommunikation
  • Bewegungseinschränkung (etwa durch die Leine)

Nach müde kommt doof

Im Prinzip einfach: Wenn dein Hund "drüber" ist wird er doof. Mit doof meine ich, die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund in unseren Augen unerwünschtes Verhalten zeigt, steigt deutlich.

Hunde, die nicht genug ruhen können reagieren schneller und heftiger auf bestimmte Situationen. Sie können sich schlechter konzentrieren und nicht mehr so gut lernen.

Im Prinzip wie bei uns Menschen. Wenn ich eine Nacht nur 4 statt 7 Stunden geschlafen habe möchte ich am nächsten Tag nicht direkt in ein Meeting mit anschließender 4 stündiger Autofahrt welche mir viel Konzentration abverlangt. 

Viele Hunde haben nicht lernen können, dass Ausruhen eine Option ist. Bewegung ist meistens selbstbelohnend und fühlt sich gerade dann für Hunde gut an, wenn sie Stress haben.

Mehr Bewegung führt aber in aller Regel nicht zu mehr Entspannung sondern eine Summation weiterer Eindrücke, die alle nicht mehr oder nur teilweise verarbeitet werden können.

Und dann steigt schlicht die Aufregung und damit auch die Reaktivität des Hundes.

Allerdings - es kann durchaus eine Option sein, mit gleichmäßiger Bewegung den Stress "abzulaufen". Hier kommt es aber sehr auf den Hund drauf an und auf dessen gesundheitliche Verfassung.

Bei sommerlichen Temperaturen ist es schlicht fahrlässig tagsüber Ausdauersport mit Hunden zu betreiben.

"Aber früher hat auch keiner auf Entspannung geachtet"

Musste man auch nicht. Denn "früher" - also sagen wir vor 10-40 Jahren - wurden an Hunde nicht so eine Menge Anforderungen gestellt wie in unserer aktuellen Zivilisation.

Jetzt sollen sich unsere Hunde benehmen, in einem sehr dicht besiedelten Gebiet friedlich mit Menschen und allen Tieren klar kommen, nicht oder nur wenig bellen, überall mit hin können, Autofahren, an dicht befahrenen Straßen an lockerer Leine laufen, jeden Menschen freundlich begrüßen oder einfach ignorieren, spielende und laute Kinder ignorieren, Nachbars Katze ignorieren und auf grabschende Hände fremder Menschen freundlich reagieren.

Eine Menge Eindrücke und Reize also, denen unsere Hunde je nach Wohnsituation mehr oder weniger intensiv ausgesetzt sind.

Die Anforderungen an Hunde waren vor einigen Jahren noch andere. 
Jetzt - als Alltagsbegleiter - ist Hund-Sein oft ein sehr anstrengender Job. 

Wenn du dir denkst, du müsstest deinen Hund mehr beanspruchen damit er endlich richtig müde wird, dann lohnt sich ein Blick in die andere Richtung.

In den allermeisten Fällen braucht dein Hund dann einfach mehr Entspannung.

Es gibt neben "Schlafen" und "Ruhen" aber noch andere Möglichkeiten, wie du deinen Hund entspannen kannst. 

Möglichkeiten zur Entspannung

Es gibt zum Glück eine ganze Menge wunderbarer Möglichkeiten, mit denen du deinen Hund unterstützen kannst, stressige Situationen besser zu verarbeiten und auch langfristig gut damit klar zu kommen.

Neben genügend Ruhe und Schlafphasen - auch über den Tag verteilt - helfen euch folgend Dinge, Stress bei deinem Hund abzubauen:

  • einfache Suchspiele ohne Bleib- oder Warteübungen
  • "Hund" sein dürfen - Schnüffeln und Erkunden in sicherem Gelände und ohne ständige Unterbrechung durch den Menschen
  • Verzicht auf unangenehme Einwirkung im Umgang mit dem Hund
  • angle-double-right
    Dinge zerreißen oder zerfleddern dürfen
  • angle-double-right
    Massagen
  • angle-double-right
    Streckübungen

Du merkst sicher schon, es geht viel darum, dass die Hunde einmal ihre Bedürfnisse ausleben können ohne ständig unterbrochen oder daran gehindert zu werden. Denn gerade diese häufigen Unterbrechungen und Abbruch von Verhaltensweisen, die unsere Hunde gerade tun wollten oder bereits begonnen haben ist sehr frustrierend. Und Frust fühlt sich nicht gut an. 

Deshalb achte ich bei allen schönen Dingen darauf, dass mein Hund keine Fehler machen kann. Ich gestalte die Umgebung so, dass nichts Doofes passieren kann und mein Hund keine Gehorsamsübungen zeigen muss. Denn die erfordern wieder Impulskontrolle und erhöhen die Anspannung. Und das wollen wir ja eigentlich nicht.

Mache dir also einmal Gedanken darüber, wo du deinem Hund eine Art Abenteuerspielplatz haben kann und er sich nach Lust und Laune beschäften kann. 
Oder du bereitest ihm zuhause eine kleine Kiste mit lauter Dingen, die er zerfetzen, fressen, ausräumen, aufstöbern und zerkauen kann ohne dass du ihn dabei unterbrechen musst.

Das ist richtige aktive Entspannung und mindestens so wertvoll wie Ausruhen. 

Jetzt viel Spaß beim Überlegen und beim Beobachten deines Hundes bei seiner "aktiven Erholung".

In 12 Wochen zum Entspannungsprofi für deinen Hund

Lass`dich unverbindlich informieren sobald der Kurs verfügbar ist.

Deine eMail Adresse wird nur zur Information rund um den Kurs verwendet und nicht in die Newsletter-Liste aufgenommen!

Stress und Entspannung

  • 11. Juli 2017

Stress und Entspannung bei Hunden

Ursache für fast jedes "unerwünschte Verhalten" unserer Hunde ist zu große Aufregung und damit mangelnde Fähigkeit zur Entspannung.

  • Ein Hund der in der Leine hängt und tobt - ist wahnsinnig aufgeregt
  • Ein Hund der nicht auf seine Bezugsperson reagieren kann weil er etwas anderes anstarrt - ist aufgeregt
  • Ein Hund der sich nicht hinsetzen kann weil gerade andere Hunde näher kommen - ist zu angespannt um sich hinsetzen zu können
  • dir fallen bestimmt noch viele Beispiele ein

Aufregung ist das Gegenteil von Entspannung.

Wo immer zu große Aufregung herrscht brauchen wir also Entspannungsmöglichkeiten. 

Entspannung heißt nicht, dass der Hund auf der Stelle einschläft, sondern einfach, dass die Aufregung ein bisschen sinkt.

Oft wird Entspannung verwechselt mit Meideverhalten oder einer Form von Zwang.

Das ist etwa dann der Fall, wenn ein Hund ins Platz geschickt wird um sich zu entspannen. Das kann natürlich klappen, wenn keine weiteren Reize auftreten und der Hund dann vielleicht etwas entspannen kann.

Häufig erhöht allerdings ein Signal erst mal die Erregung oder die Erwartungshaltung. Dazu kommt, dass ein Hund, der gerade nervös oder aufgeregt ist sich gerne bewegt um mit seinem Stress umzugehen. Da ist still Daliegen sicher nicht entspannend.

Stress wollen viele Hunde durch Bewegung abbauen.

Bellen ist übrigens auch Bewegung. Die Muskeln rund um Stimmbänder, Brustkorb und der Kehlkopf bewegen sich.

Anderes Beispiel: In vielen Fällen ist ein Hund, der Auslöser wie andere Hunde komplett ignoriert und noch nicht einmal hinschaut weder entspannt noch souverän.

Es könnte sich um Meideverhalten handeln wenn ein Hund überhaupt nicht hin guckt was da ist.
Wahrscheinlich wird er nicht hinsehen, weil er sich mit dem jeweiligen Auslöser - ob nun Mensch, Hund oder etwas anderes - nicht wohl fühlt.

Wann dein Hund Entspannung braucht

Jetzt kommt der Satz der jeden erfreut: Kommt auf deinen Hund an.

Hast du ein robustes Modell, kann er vielleicht gut mit stressigen Situationen umgehen.

Ein anderer Hund benötigt nach einem anstrengenden Tag mit Familienfeier, 2 Stunden Stadttour mit Eisdiele und anschließender Hundewiese 3-4 Tage um sich zu erholen.  

Entspannung ist Mangelware

Ich langweile zwischenzeitlich meine Kunden damit: Bereits Welpen lernen vor dem Sitz und Platz dass es in der Wohnung einen Ort gibt, an dem sie sich entspannen können.

Sie lernen eine Entspannungsdecke kennen und die Welpeneltern bekommen die Aufgabe dafür zu sorgen, dass sich der Welpe genug ausruht.

Wenn Hunde neuen und stressenden Eindrücken (alle neuen Eindrücke sind in gewissem Maße stressend) ausgesetzt werden ohne die Möglichkeit zur anschließenden Entspannung zu haben, wird sich das Auftreten von dem, was wir Menschen als unerwünschtes Verhalten definieren, erhöhen.

Es wird mehr gebellt, vielleicht etwas zerkaut was nicht ins Hundemaul gehört, an der Leine gepöbelt, das Jagdverhalten nimmt plötzlich zu, jedes Blatt im Wind wird gejagt - vielleicht kennst du solche Situationen.  

Ganz ohne Stress? Bitte nicht!

Allerdings ist der Umkehrschluss nicht, dass alles an Stress unbedingt zu vermeiden ist.

Stress ist notwendig, damit sich der Organismus anpassen kann. Stell' dir das ähnlich vor wie bei Muskeln: Damit der Muskel wächst, musst du ihn stressen durch etwas mehr Belastung als er bisher kannte.

Erst dann bekommst du Muskelkater und dein Muskel wird nach anschließender Regeneration wachsen. Wichtig ist also: Nach Stress für Entspannung sorgen.

Im Dogwalking achte ich natürlich auch auf niedrigen Stresslevel. Allein die Anwesenheit anderer Hunde erhöht die Aufregung und die Wahrscheinlichkeit, dass es zu unerwünschtem Verhalten kommt.

Deshalb baue ich ruhige Suchspiele ein und belohne deeskalierendes und distanzvergrößerndes Verhalten.

Kommunikation mit vielen anderen Hunden stresst die einzelnen Hunde bereits mehr als wenn sie alleine mit dir als Bezugsperson unterwegs sind. 

Stress ist wichtig!

Sie sind ständig bedacht, die Signale der anderen Hunde zu beachten und Konflikte weitgehend zu vermeiden. Das ist ganz schön anstrengend. 🙂 Wenn dein Hund anschließend bei dir zuhause die Möglichkeit hat zu entspannen wird er auch eine Tour mit mehreren Hunden gut wegstecken.

Im Auto läuft bei mir deshalb auch das RelaxoDog (was ist das? Hier erfährst du es >>Click<<) in Dauerschleife. Nach wenigen Minuten liegen die meisten Hunde in ihren Boxen und betreiben Augenpflege.  

Entspannungstraining starten!

Kann ein Hund nicht gut alleine bleiben, zeigt er aggressives Verhalten, starkes Jagdverhalten oder andere Auffälligkeiten ist die Grundlage immer eine gute Entspannungsarbeit.

Erst dann kann Training wirklich nachhaltig erfolgreich greifen und der Hund kann Neues lernen.

Ich weiß von mir selbst dass ich nichts, wirklich nichts lernen kann, wenn ich aufgeregt, nervös oder total gestresst bin. Nach einer kurzen Nacht reagiere ich deutlich gereizter auf sonst harmlose Kleinigkeiten.

Dann bin ich nicht in der Lage, etwas Neues zu lernen oder aufzunehmen. Im Gegenteil, das überfordert mich dann meistens. Nach ein paar Stunden Schlaf oder aktiver Erholung sieht die Welt dann schon wieder anders aus.

Mit Entspannung ist jedes Training viel erfolgreicher und effektiver. ​Mit Entspannungsmöglichkeiten wird gutes Training erst möglich und du kannst am Jagdverhalten, an der Leinenaggression oder generell an der "Hibbeligkeit" deines Hundes arbeiten.

P.S.: Auch Schmerz ist ein Stressor. Wenn dein Hund häufig aus dem Hemd hüpft und oft gestresst wirkt, du aber eigentlich denkst, er hat genug Möglichkeit zur Entspannung, hat er vielleicht Schmerzen.

Wenn du nicht sicher bist, ziehe den Tierarzt deines Vertrauens zu Rate.

Rund um Stress und Entspannung:

Erik Hammer

Erik's

Lesetipp

Draußenzeit mit Hund

Gassi Gehen und Draußenzeit: Ein Unterschied?

  • 27. Mai 2017

“Mit dem Hund raus gehen” ist eine bekannte Phrase oder auch “Eine Runde Gassi gehen”.

Wir Menschen mögen Runden:

  • wir machen Rundwanderungen
  • wir machen Rundfahrten
  • wir laufen “eine Runde”
  • wir drehen mit dem Rad “eine Runde”
  • Auf Runden haben wir unterwegs immer neue Eindrücke und sehen neue Landschaften
  • und freuen uns auch sonst wenn es rund läuft

Menschen gehen mit Hunden “Gassirunden”. Schließlich brauchen Hunde Bewegung, generell viel Auslauf und immer neue Eindrücke.

Mit diesen Phrasen im Hinterkopf gehen Hundehalter mit ihren Hunden oft und ausdauernd Runden. Vielen Hunden kann es Sicherheit geben, wenn ihr Mensch mit ihnen immer die selbe Runde geht.

Sie wissen was kommt, kennen die Umgebung und Ausgangs- sowie Endpunkt ist klar. Sie können relativ gelassen mit ihrem Mensch die Runde gehen, sie können schnüffeln, sich mit der Umwelt beschäftigen und vielleicht sogar mal ohne Leine laufen.

Dann gibt es Hunde, die auf ihrer “Runde” oft am Ende der gespannten Leine hängen, nur im Schnellgang unterwegs sind und mit dem Etikett “reaktiv” versehen werden.

Du möchtest gleich erfahren, wie du aus deiner Runde eine Draußenzeit machen kannst? Scrolle ans Ende des Textes, dort findest du Ideen die du direkt umsetzen kannst.

Weiterlesen...
Relaxodog

RelaxoDog – Entspannung für den Hund

  • 16. April 2017

***Aktuell ab Oktober 2018***

Im Moment gibt es eine neue, kostengünstigere Version um etwa 50 EUR zu kaufen. Dieses RelaxoDog hat eine neue Melodie und stellt sich nach ca. 2 Stunden Laufzeit von selbst aus. Die Dauer ist nicht - wie beim ursprünglichen Gerät - etwa 8 Stunden. 

Vor dem Einsatz des Geräts empfehle ich dringend ein Vortraining wie am Ende dieses Beitrags beschrieben.

Durch diverse Erfahrungsberichte und Diskussionen in Hundeforen bin ich auf ein Gerät namens RelaxoDog* (Amazon) aufmerksam geworden, welches Stress bei Hunden reduzieren soll.

Viele Leute fragten sich, ob es sich lohnt, ein RelaxoDog zu kaufen.
Da ich großer Freund von Entspannungstraining bei Hunden bin, habe ich mich einmal schlau gemacht.

Laut Webseite des Herstellers Relaxopet  würden von 940 getesteten Hunden 94% der Hunde während der Beschallung und auftretenden Stressoren wie Feuerwerk/Gewitter "keinerlei Auffälligkeiten" mehr zeigten.

Das klingt ja schon einmal vielversprechend. Allerdings ist nicht bekannt, ob und in welcher Form die ausgewählten Hunde Stress in den genannten Situationen VOR dem Test hatten.

Wer lieber guckt als liest findet alle Infos auch im Video:

So funktioniert das RelaxoDog

Das RelaxoDog arbeitet sowohl mit hörbarer Musik als auch mit subliminalen (was?) Wellen.

Meine Google-Suche nach subliminalen Wellen brachte die Erkenntnis, dass es sich dabei um unterschwellige Schallwellen handelt, die auch bei Menschen angewendet werden - dort allerdings in einem anderen Hertz-Bereich.

Es bedeutet zunächst mal soviel, dass diese Wellen nicht bewusst wahrgenommen werden. Studien, die die Unwirksamkeit bei Menschen belegen gibt es ebenso wie Studien, die deren Wirksamkeit belegen.

Es ist wohl aber tatsächlich so, dass mit subliminalen Botschaften und Schall bei Menschen schon einige Zeit gearbeitet wird. Bei Hunden soll in einem anderen Hertz-Bereich eine Wirkung eintreten.

Hier könnt ihr euch das Gerät parallel bei Amazon anschauen und auch ein Blick in die dortigen Bewertungen werfen: "Relaxodog" für Hunde*

Das RelaxoDog funktioniert über:

  • Konditionierte Entspannung per Musik (im Gerät gespeichert zum Abspielen in Endlosschleife)
  • Subliminale Wellen, die eine Tiefenentspannung hervorrufen sollen

Nach Gewöhnung an das Gerät kann man die Musik abschalten und nur die subliminalen Wellen arbeiten lassen. Zu Beginn rät der Hersteller jedoch, die Musik mit laufen zu lassen. Dazu gleich etwas mehr.

Wer bereits mit konditionierter Entspannung gearbeitet hat, kann mit der Entspannungsmusik sicher etwas anfangen und weiß, wie es aufgebaut wird.

Wem das noch nichts sagt, der kann sich getrost an die Bedienungsanleitung halten. Dort wird der Aufbau meines Wissens nach korrekt beschrieben.

Die Bedienungsanleitung rät, das Gerät in den ersten Tagen unbedingt mit der hörbaren Musik laufen zu lassen, und zwar nur in Situationen, in denen der Hund ohnehin verhältnismäßig entspannt ist.

Das entspricht den Regeln zum Aufbau der konditionierten Entspannung.

  • Aggressives Verhalten
  • Trennungsstress
  • Geräuschangst
  • Hyperaktivität
  • ständiges Bellen
  • Reiseangst
  • etc.

Also entschied ich mich, ein RelaxoDog zu kaufen. Zwischenzeitlich habe ich tatsächlich ein zweites Gerät gekauft: Eines für zuhause, das andere für das Dogwalking-Mobil.

Das RelaxoDog

Alte Version:
Die Lieferung erfolgt in einem handlichen Köfferchen mit einem USB-Ladekabel, einem praktischen Kfz-USB-Adapter, einer Powerbank (wenn mal keine Steckdose in der Nähe ist) und einem Gurt für die Autohalterung.

Neue Version RelaxoDog smart:
Lieferung in einer kleinen Kunststoff-Box mit USB-Ladekabel:

Bild-Quelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41SWGRvUieL.jpg

Das RelaxoDog macht auf mich einen wertigen Eindruck. Die Bedienelemente befinden sich auf der Unterseite des Geräts. Ein- und Ausschalter sowie Lautstärkeregelung mit Plus- und Minus-Taste und Umschaltung auf rein Subliminalschall oder mit Musik sind dort möglich.

Eine Kontrollleuchte an der Seite des Geräts gibt Auskunft über den Ladezustand des Akkus.

Die Musik ist für meinen Geschmack sehr gut zu ertragen und hat auf mich zwischenzeitlich auch eine etwas entspannende Wirkung :).
Kommt vermutlich daher, weil ich sie so oft abends beim Relaxen auf dem Sofa höre. Konditionierte Entspannung wirkt halt auch bei Menschen.

RelaxoDog Größe

RelaxoDog Größe

Die Laufzeit im Akkubetrieb beträgt mindestens 20 Stunden. So lange hatte ich es mit Unterbrechungen im Auto bereits in Betrieb.

Ergänzung vom 10. Januar 18: Der Akku lässt auch nach über einem Jahr täglichen Betriebs nicht spürbar nach.

RelaxoDog im Dogwalker-Test:

Hier gehts zu meinem Video-Bericht: Youtube - Erfahrungsbericht RelaxoDog

Wie ihr wisst fahre ich täglich mehrere Hunde in meinem Dogwalker-Mobil in unsere Auslaufgebiete.
Das steigt die Aufregung schon mal. Entsprechend ist der hundlich verursachte Lärmpegel die erste viertel Stunde im Bus recht hoch gewesen.

Also beschloss ich, das Gerät a) im Bus zu testen und b) zuhause für meinen eigenen Hund laut Anleitung aufzubauen und anzuwenden.

Teil a) - Test im Bus - erfolgte gegen die Empfehlung des Herstellers, denn schließlich sind die Hunde in einem aufgeregten Zustand wenn sie ins Auto kommen und das Gerät läuft dennoch.
Nach nun 8 Wochen des dauerhaften Gebrauchs des RelaxoDog im Bus bei meinen Gassihunden hat sich die Lautstärke vor allem kurz nach dem Einsteigen (vor der Gassitour) der Hunde extrem verringert.
Vereinzeltes Fiepen und Lautäußerungen, die ich auf akutes Pinkelbedürfnis zurück führe seien ihnen vergönnt.

Was mir auch nach den ersten 2 Wochen auffiel: Fast alle Hunde liegen nach kurzer Zeit in den Boxen - insbesondere die Hunde, die sonst recht ruhelos waren und maximal saßen, aber die ich nie liegend sah.

Auch ohne entsprechende Konditionierung komme ich also nicht umhin, dem RelaxoDog eine wie auch immer geartete beruhigende Wirkung zuzuschreiben.

Teil b) - Test zuhause beim einem eigenen Hund: Keine gravierenden Veränderungen bemerkt. Das Gerät wird abends immer angestellt, wenn mein Hund ohnehin auf dem Sofa gammelt.
Mit viel Fantasie fällt sie schneller in Traumphasen, aber da habe ich keine Vergleichswerte. Dazu muss ich sagen, dass mein Hund zuhause höchst selten gestresst oder unruhig ist. Gewitter etc. sind bisher auch kein Problem, so dass ich das RelaxoDog zuhause zwar aufbaue, jedoch keine deutliche Wirkung feststellen kann.

Aber das wäre bei meinem entspannten Sofa-Ridgeback auch schwerlich festzustellen.

Trainertipp:

Das RelaxoDog ist bei übermäßigem Stress von Hunden eine tolle unterstützende Möglichkeit.

Gutes Training kann aber nur wirken, wenn auch die Ursache der Stressoren bearbeitet wird.

Stressreduzierung UND die Unterstützung durch Entspannungsarbeit, z.b. durch das RelaxoDog ist die beste Möglichkeit,  Verhaltensauffälligkeiten zu reduzieren.

Der Preis

***Update*** Ab 10.06.17 kann die Smart-Version bestellt werden. Statt Koffer gibt es hier eine kleinere Verpackung und ein USB-Kabel mitgeliefert.
Reicht völlig aus und führt zu einem unschlagbaren Preis von 75 €.

Hier kann das RelaxoDog Smart bestellt werden: Klick! 

Als ich das Gerät vor einigen Monaten kaufte, lag der Preis noch bei 129€. Das ist eine ganze Stange Geld für ein kleines Gerät. Nach meiner Beobachtung sinkt der Preis derzeit.  

Das Gerät ist bei Amazon derzeit für knapp 100€ zu bekommen (Stand 27.04.2017).

Hier geht's direkt zu Amazon: RelaxoPet 100201 Entpannungssystem "Relaxodog" für Hunde, schwarz/chrom/rot*

Fazit

Das RelaxoDog hilft vielen Hunden.

Es gibt aus meinem Kundenkreis zwischenzeitlich viele positive Erfahrungen zum RelaxoDog.

Insbesondere bei Knallgeräuschen wurde nach wenigen Wochen eine deutliche Entspannung und schnellere Beruhigung berichtet.

Ich hänge meine positive Erfahrung da gerne dran, da ich wie beschrieben beim Transport der Hunde im Auto eine deutliche Entspannung feststelle. Da ich im Bus keine Konditionierung vornehmen konnte, kann ich wider besseren Wissens auch nicht behaupten, das dies unbedingt nötig ist. Eine Verschlimmerung der Aufregung konnte ich keinesfalls feststellen.

Nach meiner Erfahrung kann das Gerät nach korrektem Aufbau Hunden helfen, schneller und länger zu entspannen, auch wenn Stressoren vorhanden sind.

Das RelaxoDog ist eine unkomplizierte Möglichkeit, konditionierte Entspannung aufzubauen mit dem Bonus-Effekt der subliminalen Wellen. 

Ob man dafür bereit ist, den Preis zu zahlen muss letztlich jeder selbst wissen.
Ich bereue den Kauf insbesondere für die Anwendung im Auto keinesfalls. Meinem eigenen Hund und meinen Hunden im Dogwalking hilft es sehr.

Wer weitere Fragen oder eigene Erfahrungen zu dem Gerät hat, darf mir gerne eine Nachricht an erik@der-dogwalker.de senden.  

Aktuell bekomme ich auch von Trainingskunden ausschließlich positive Rückmeldungen zur Wirkung von RelaxoDog ©. 

Insbesondere bei Geräuschangst hilft es einem Kundenhund, sich sehr schnell wieder zu entspannen. 

Einfach Anstellen und los? Nein!

Hier erfährst du, wie du das Gerät am besten trainierst, damit es maximal wirken kann:

 

* Bei den Links handelt es sich teilweise um Affiliate-Links. Ich gehe damit sehr verantwortungsvoll um und empfehle nur Dienstleistungen und Produkte, die ich selbst nutze und die ich mir selbst empfehlen würde.