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Anleinen

Leinen los!

  • 20. August 2017

...und weg

Ist das Schnappen des Karabiners für deinen Hund der Startschuss zu einem Sprint möglichst weit weg von dir?

Sieht das genauso aus wenn du deinen Hund anleinen möchtest? Er sieht die Leine in deiner Hund und er bleibt sofort in einem ausreichend großen Radius zu dir stehen, so dass du ihn nicht anleinen kannst?

Dann brauchst du ein Ab- und Anlein-Ritual. Übrigens: Auch für Welpen uneingeschränkt anwendbar. Wehret den Anfängen und so. 😉

Du leinst deinen Hund fast nie ab weil er nicht zurück kommt wenn du rufst?

Dann wird es Zeit, das sofort zu ändern:

Das Ablein-Ritual

Im Moment rennt dein Hund sofort los, sobald die Leine ab ist.
Viel besser und vor allem sicherer ist es, wenn er noch einen Moment da bleibt und dir auch nach dem Ableinen kurz seine Aufmerksamkeit schenkt. 

Starten wir mit dem Ableinen:
Du suchst dir zuerst ein neues, eindeutiges Signal aus. Dieses Signal kündigt deinem Hund an, dass er gleich abgeleint wird UND er noch etwas Gutes von dir erwarten kann. 

So geht`s:

Beginne das Ablein-Ritual in einer ruhigen Situation wenn dein Hund ohnehin recht entspannt ist. Die ersten Wiederholungen dürfen gerne zuhause stattfinden.
Die Hundewiese oder andere Begrüßungssituationen mit viel Aufregung sind dafür ungeeignet. 😉

  • Dein Hund ist an der Leine
  • Kündige den Griff zum Karabiner mit einem neuen Signal an (etwa "Ableinen")
  • Atme kurz aus, solange bleiben deine Hände bei dir und gehen nicht richtung Hund
  • Dann greifst du zum Karabiner und leinst deinen Hund ab
  • Wenn du mit Markersignalen arbeitest markierst du sofort wenn die Leine ab ist
  • Sofort darauf hältst du deinem Hund ein Leckerchen vor die Nase
  • Wenn er sehr hektisch ist, wirf im eine Hand voll Kekse vor seiner Nase auf den Boden oder halte ihm eine Schlecktube (Leberwurst) vor die Nase
Wiederhole das ein paar mal. Dein Hund wird schnell verstehen, dass es nach dem Griff zum Karabiner noch etwas Gutes von dir gibt. 

Rituale

Rituale werden zu Gewohnheiten.

Gewohnheiten geben Sicherheit. Sie ersetzen unerwünschtes Verhalten häufig schnell und zuverlässig.

Der Plan ist, dass sofort nach dem Ableinen etwas Angenehmes für deinen Hund direkt BEI DIR passiert.
Warum?
Damit nach dem Ableinen erst mal deine direkte Nähe mit etwas Schönem verknüpft ist.
So wird dein Hund auch nach dem Ableinen eine Erwartungshaltung aufbauen, dass es sich lohnt, noch etwas bei dir zu bleiben.

Auch wenn dein Hund bei den ersten Wiederholungen schnell verschwindet: Dran bleiben! Suche dir dann weniger aufregende Situationen oder verlagere das Training zu beginn nach Hause.





Warum Sitzen lassen vor dem Ableinen nicht immer gut ist:


Dein Hund musste bisher immer Absitzen bevor er von der Leine kommt und ist dabei aber super hektisch?

Dann hast du eine Menge Aufregung mit dem Absitzen verknüpft. Dein Hund verbraucht dabei viel Impulskontrolle, die er vielleicht für andere Situationen benötigt.

Wenn du ein entspanntes Ableinen möchtest, verzichte auf "Bleib" und "Sitz"-Übungen. Dadurch erhöhst du nur die Spannung und damit auch die "Entladung", wenn die Leine ab ist.


Und Anleinen?

Findet dein Hund Anleinen richtig blöd? Dann hat er bisher Anleinen mit etwas Unangenehmem verbunden: Der Spaß ist vorbei, Spaziergang zu Ende.

Auch das kannst du einfach lösen:

Genau wie fürs Ableinen suchst du dir eine Ankündigung fürs Anleinen aus. 
Mein Wort dafür ist "Leine".

Übe das Anleinen zu Beginn wenn dein Hund sowieso gerade in der Nähe ist und du gut hin kommst. Wenn Anleinen ein großes Thema ist und du nach deinem Hund grabschen musst übe das zunächst zuhause und baue das Anleinen dort als neues Signal auf. 

Wichtig!

Wenn dein Hund wegläuft grabsche nicht nach ihm! 
Das veranlasst ihn nur noch schneller zu werden oder weiter weg zu gehen.
Trainiere dann das Anleinen mit Signal erst zuhause oder in deinem Garten wenn dein Hund entspannt neben dir sein kann.

So sorgst du dafür, dass sich dein Hund gerne anleinen lässt:

  • Neue Ankündigung: "Leine"
  • Ausatmen und gerade stehen bleiben
  • Leine in die Hand nehmen und Hund anleinen
  • Gleich danach startet etwas Schönes mit dir 

Tipp

Achte sowohl beim Ab- als auch beim Anleinen auf deine Körperhaltung.Stelle dich seitlich zu deinem Hund und schaue in die selbe Richtung wie er. So verhinderst du, dass du dich bedrohlich über ihn beugst.

Natürlich kannst du das schon mit deinem Welpen so beginnen. Dann wirst du mit Ab- und Anleinen erst gar kein Problem bekommen.

Viel Spaß mit deinem Hund!

„Hilfe, mein Hund kontrolliert mich!“

  • 25. Juli 2017

Dein Hund kontrolliert dich

Viele Hunde bekommen das Etikett „Kontrolleur“ angehängt. Die Verhaltensweisen, die ihnen dieses Etikett einbringen sind vielfältig. Vielleicht hast du einen Hund, dem du das Etikett auch für bestimmte Verhaltensweisen verpasst hast? 

  • Du hast Besuch zuhause, dein Hund lässt den Besuch nicht aus den Augen und knurrt vielleicht wenn er sich bewegt

Ein Hund, der das tut fühlt sich mit fremden Menschen in seiner direkten Umgebung nicht wohl. Diese bewegen sich in seinem Zuhause und er findet sie vielleicht gruselig. Da ist es „normal“, dass er sie nicht aus den Augen lassen möchte. Etwas, das mir unangenehm ist möchte ich auch im Auge behalten um zu verhindern, dass es plötzlich ganz dicht bei mir ist oder mich erschreckt.

  • Dein Hund will an der Leine immer ein paar Schritte vor dir laufen

Viele Hunde laufen einfach schneller als wir Menschen. Es fällt ihnen schwer, ständig auf gleicher Höhe mit uns zu laufen. Was will ein Hund denn kontrollieren? Die 20 cm Asphalt vor unseren Füßen? Natürlich weil ein Hund gucken, was so unterwegs los ist. Das ist normales hundliches Erkundungsverhalten.


Vielleicht hat er auch einfach nicht gut genug lernen können, was du von ihm erwartest. Also keine Sorge, wenn dein Hund gerne vor laufen möchte ist das erst mal völlig normal und hat nichts damit zu tun, dass er die Rudelführung übernommen hat oder dich kontrollieren will.

  • Dein Hund läuft dir zuhause immer hinterher

Auch das kann mehrere Ursachen haben. Fakt ist, dein Hund braucht dich um sich gut und sicher zu fühlen. Du bist seine Bezugsperson und er hat nicht gelernt, dass er sich auch ohne dich gut fühlen kann. Deshalb versucht er möglichst direkt bei dir zu sein.

  • Dein Hund bellt an der Leine andere Hunde an

Wenn dein Hund an der Leine andere Hunde anbellt hat er ein Problem mit Hundebegegnungen. Vielleicht liegt die Ursache für sein Verhalten darin, dass er an der Leine nicht zu anderen Hunde hin darf und gefrustet ist. Vielleicht kann er selbst angeleint andere Hunde nur schwer in seinem Umfeld aushalten weil er gerne mehr Abstand möchte. Ganz sicher keine Ursache für sein Verhalten ist, dass er sich denkt „der darf da nicht laufen weil das MEIN Weg ist“. Das wäre doch arg menschlich gedacht.


    Was passiert mit dir als Hundehalter wenn du denkst oder gesagt bekommst dein Hund wolle dich oder etwas in seiner Umgebung kontrollieren? Findest du das gut? Eher nicht, oder?

    Häufig raten Trainer, man müsse den Hund dann einschränken oder -noch schlimmer-: „man müsse die Rudelführung wieder übernehmen.“
    Damit bist du wahrscheinlich noch mehr verunsichert. Was noch fataler ist – du denkst ständig nach ob dein Hund dich mit seinem Verhalten jetzt wieder kontrollieren will und wie du das unterbinden kannst. Es entsteht also viel Misstrauen und Stress, aber sicher kein entspanntes Zusammenleben.

    Was ist Kontrolle?

    Jedes Lebewesen will seine Umgebung und das, was mit ihm geschieht kontrollieren. Wir Menschen wählen gerne die Alternativen, die für uns am angenehmsten sind. Wir wollen uns mit netten Menschen umgeben, unsere Wohnlage so aussuchen dass wir uns wohlfühlen, Dinge essen die wir lecker finden und selbst bestimmen, was wir wann tun. Wir haben also weitgehend Kontrolle über unseren Alltag. Kontrolle gibt Sicherheit!

    Jeder Hund möchte seine Umwelt natürlich so kontrollieren, dass er sich sicher und gut fühlt. Das ist soweit erst einmal völlig normal.

    Wenn ein Hund beispielsweise ein Signal befolgt übt er damit Kontrolle aus, weil er gelernt hat, dass nach dem Signal für ihn etwa Gutes kommt. Er kontrolliert also durch sein Verhalten die Konsequenzen.


    Deshalb ist es sehr verheerend, wenn Hunde, die „kontrollieren“ misstrauisch beäugt werden und die ersten Maßnahmen „Reglementierung“ oder „Rangreduktionsprogramme“ sind.

    Hunde, die das Etikett „Kontrolleur“ bekommen, haben häufig Sorge, etwas zu verlieren. Sie leiden vielleicht unter Trennungsstress oder haben generell kaum die Möglichkeit, ihr Wohlbefinden positiv zu beeinflussen.

    Welches Verhalten zeigt dein Hund?

    Wenn du also das Gefühl hast, dein Hund kontrolliert dich oder etwas anderes schau dir zuerst ganz simpel das Verhalten an. Was tut dein Hund? „Kontrollieren“ ist eine Interpretation von Verhalten. Wie sieht das Verhalten konkret aus?

    „Mein Hund läuft in der Wohnung fast immer hinter mir her. Dazu steht er auch auf, wenn er gerade geschlafen hat oder auf seinem Platz lag.“ Das wäre eine neutrale Beschreibung mit der man ein zielführendes Training starten kann.

    Im Training sorgen wir dafür, dass sich dein Hund sicher fühlt und dich entspannt aus den Augen lassen kann.

    Das erreichen wir aber nicht durch Zurechtweisung, Blocken, Zischen oder sonstige unangenehme Einwirkungen.

    Wie sieht das Training aus?

    Welches Bedürfnis steckt hinter dem Verhalten des Hundes? Hat er Angst, leidet er unter Trennungsstress? Das schauen wir uns genau an.

    Dann bauen wir darauf auf und zeigen dem Hund, wie er die Situation für sich entspannt meistern kann. Wir geben dem Hund viel Gelegenheit für gutes Verhalten und belohnen ihn dafür. So kann jeder Hund lernen sich zum Beispiel in bei Anwesenheit von Besuch sicher zu fühlen. Häufig sind nur kleine Veränderungen erforderlich die bereits zu einer deutlichen Entspannung beitragen.

    Wie immer im Training gilt: Wenn du ein schlechtes Bauchgefühl hast, Training über Druck und Zwang erfolgen soll, dir gesagt wird, dass du der Rudelführer sein musst und deinen Hund einschränken musst überdenke deine Trainerwahl noch mal. 
    Solche Tipps tragen sicher nicht dazu bei, dass sich dein Hund sicher und entspannt fühlt. 

    Benötigst du Unterstützung mit deinem Hund? Lass es mich wissen! Sende mir eine Nachricht an erik@der-dogwalker.de.

    Egal wo du wohnst, es gibt ein tolles Netzwerk von Hundetrainern, die super auf dich und deinen Hund eingehen können und dir den Weg zu einem entspannten Alltag mit deinem Hund zeigen können.

    Unter

    findest du auch in deiner Nähe Trainer. 

    Stress und Entspannung

    • 11. Juli 2017

    Stress und Entspannung bei Hunden

    Ursache für fast jedes "unerwünschte Verhalten" unserer Hunde ist zu große Aufregung und damit mangelnde Fähigkeit zur Entspannung.

    • Ein Hund der in der Leine hängt und tobt - ist wahnsinnig aufgeregt
    • Ein Hund der nicht auf seine Bezugsperson reagieren kann weil er etwas anderes anstarrt - ist aufgeregt
    • Ein Hund der sich nicht hinsetzen kann weil gerade andere Hunde näher kommen - ist zu angespannt um sich hinsetzen zu können
    • dir fallen bestimmt noch viele Beispiele ein

    Aufregung ist das Gegenteil von Entspannung.

    Wo immer zu große Aufregung herrscht brauchen wir also Entspannungsmöglichkeiten. 

    Entspannung heißt nicht, dass der Hund auf der Stelle einschläft, sondern einfach, dass die Aufregung ein bisschen sinkt.

    Oft wird Entspannung verwechselt mit Meideverhalten oder einer Form von Zwang.

    Das ist etwa dann der Fall, wenn ein Hund ins Platz geschickt wird um sich zu entspannen. Das kann natürlich klappen, wenn keine weiteren Reize auftreten und der Hund dann vielleicht etwas entspannen kann.

    Häufig erhöht allerdings ein Signal erst mal die Erregung oder die Erwartungshaltung. Dazu kommt, dass ein Hund, der gerade nervös oder aufgeregt ist sich gerne bewegt um mit seinem Stress umzugehen. Da ist still Daliegen sicher nicht entspannend.

    Stress wollen viele Hunde durch Bewegung abbauen.

    Bellen ist übrigens auch Bewegung. Die Muskeln rund um Stimmbänder, Brustkorb und der Kehlkopf bewegen sich.

    Anderes Beispiel: In vielen Fällen ist ein Hund, der Auslöser wie andere Hunde komplett ignoriert und noch nicht einmal hinschaut weder entspannt noch souverän.

    Es könnte sich um Meideverhalten handeln wenn ein Hund überhaupt nicht hin guckt was da ist.
    Wahrscheinlich wird er nicht hinsehen, weil er sich mit dem jeweiligen Auslöser - ob nun Mensch, Hund oder etwas anderes - nicht wohl fühlt.

    Wann dein Hund Entspannung braucht

    Jetzt kommt der Satz der jeden erfreut: Kommt auf deinen Hund an.

    Hast du ein robustes Modell, kann er vielleicht gut mit stressigen Situationen umgehen.

    Ein anderer Hund benötigt nach einem anstrengenden Tag mit Familienfeier, 2 Stunden Stadttour mit Eisdiele und anschließender Hundewiese 3-4 Tage um sich zu erholen.  

    Entspannung ist Mangelware

    Ich langweile zwischenzeitlich meine Kunden damit: Bereits Welpen lernen vor dem Sitz und Platz dass es in der Wohnung einen Ort gibt, an dem sie sich entspannen können.

    Sie lernen eine Entspannungsdecke kennen und die Welpeneltern bekommen die Aufgabe dafür zu sorgen, dass sich der Welpe genug ausruht.

    Wenn Hunde neuen und stressenden Eindrücken (alle neuen Eindrücke sind in gewissem Maße stressend) ausgesetzt werden ohne die Möglichkeit zur anschließenden Entspannung zu haben, wird sich das Auftreten von dem, was wir Menschen als unerwünschtes Verhalten definieren, erhöhen.

    Es wird mehr gebellt, vielleicht etwas zerkaut was nicht ins Hundemaul gehört, an der Leine gepöbelt, das Jagdverhalten nimmt plötzlich zu, jedes Blatt im Wind wird gejagt - vielleicht kennst du solche Situationen.  

    Ganz ohne Stress? Bitte nicht!

    Allerdings ist der Umkehrschluss nicht, dass alles an Stress unbedingt zu vermeiden ist.

    Stress ist notwendig, damit sich der Organismus anpassen kann. Stell' dir das ähnlich vor wie bei Muskeln: Damit der Muskel wächst, musst du ihn stressen durch etwas mehr Belastung als er bisher kannte.

    Erst dann bekommst du Muskelkater und dein Muskel wird nach anschließender Regeneration wachsen. Wichtig ist also: Nach Stress für Entspannung sorgen.

    Im Dogwalking achte ich natürlich auch auf niedrigen Stresslevel. Allein die Anwesenheit anderer Hunde erhöht die Aufregung und die Wahrscheinlichkeit, dass es zu unerwünschtem Verhalten kommt.

    Deshalb baue ich ruhige Suchspiele ein und belohne deeskalierendes und distanzvergrößerndes Verhalten.

    Kommunikation mit vielen anderen Hunden stresst die einzelnen Hunde bereits mehr als wenn sie alleine mit dir als Bezugsperson unterwegs sind. 

    Stress ist wichtig!

    Sie sind ständig bedacht, die Signale der anderen Hunde zu beachten und Konflikte weitgehend zu vermeiden. Das ist ganz schön anstrengend. 🙂 Wenn dein Hund anschließend bei dir zuhause die Möglichkeit hat zu entspannen wird er auch eine Tour mit mehreren Hunden gut wegstecken.

    Im Auto läuft bei mir deshalb auch das RelaxoDog (was ist das? Hier erfährst du es >>Click<<) in Dauerschleife. Nach wenigen Minuten liegen die meisten Hunde in ihren Boxen und betreiben Augenpflege.  

    Entspannungstraining starten!

    Kann ein Hund nicht gut alleine bleiben, zeigt er aggressives Verhalten, starkes Jagdverhalten oder andere Auffälligkeiten ist die Grundlage immer eine gute Entspannungsarbeit.

    Erst dann kann Training wirklich nachhaltig erfolgreich greifen und der Hund kann Neues lernen.

    Ich weiß von mir selbst dass ich nichts, wirklich nichts lernen kann, wenn ich aufgeregt, nervös oder total gestresst bin. Nach einer kurzen Nacht reagiere ich deutlich gereizter auf sonst harmlose Kleinigkeiten.

    Dann bin ich nicht in der Lage, etwas Neues zu lernen oder aufzunehmen. Im Gegenteil, das überfordert mich dann meistens. Nach ein paar Stunden Schlaf oder aktiver Erholung sieht die Welt dann schon wieder anders aus.

    Mit Entspannung ist jedes Training viel erfolgreicher und effektiver. ​Mit Entspannungsmöglichkeiten wird gutes Training erst möglich und du kannst am Jagdverhalten, an der Leinenaggression oder generell an der "Hibbeligkeit" deines Hundes arbeiten.

    P.S.: Auch Schmerz ist ein Stressor. Wenn dein Hund häufig aus dem Hemd hüpft und oft gestresst wirkt, du aber eigentlich denkst, er hat genug Möglichkeit zur Entspannung, hat er vielleicht Schmerzen.

    Wenn du nicht sicher bist, ziehe den Tierarzt deines Vertrauens zu Rate.

    Rund um Stress und Entspannung:

    Erik Hammer

    Erik's

    Lesetipp

    Draußenzeit mit Hund

    Gassi Gehen und Draußenzeit: Ein Unterschied?

    • 27. Mai 2017

    “Mit dem Hund raus gehen” ist eine bekannte Phrase oder auch “Eine Runde Gassi gehen”.

    Wir Menschen mögen Runden:

    • wir machen Rundwanderungen
    • wir machen Rundfahrten
    • wir laufen “eine Runde”
    • wir drehen mit dem Rad “eine Runde”
    • Auf Runden haben wir unterwegs immer neue Eindrücke und sehen neue Landschaften
    • und freuen uns auch sonst wenn es rund läuft

    Menschen gehen mit Hunden “Gassirunden”. Schließlich brauchen Hunde Bewegung, generell viel Auslauf und immer neue Eindrücke.

    Mit diesen Phrasen im Hinterkopf gehen Hundehalter mit ihren Hunden oft und ausdauernd Runden. Vielen Hunden kann es Sicherheit geben, wenn ihr Mensch mit ihnen immer die selbe Runde geht.

    Sie wissen was kommt, kennen die Umgebung und Ausgangs- sowie Endpunkt ist klar. Sie können relativ gelassen mit ihrem Mensch die Runde gehen, sie können schnüffeln, sich mit der Umwelt beschäftigen und vielleicht sogar mal ohne Leine laufen.

    Dann gibt es Hunde, die auf ihrer “Runde” oft am Ende der gespannten Leine hängen, nur im Schnellgang unterwegs sind und mit dem Etikett “reaktiv” versehen werden.

    Du möchtest gleich erfahren, wie du aus deiner Runde eine Draußenzeit machen kannst? Scrolle ans Ende des Textes, dort findest du Ideen die du direkt umsetzen kannst.

    Weiterlesen...

    Videos der AlltagsHunde

    • 19. Mai 2017

    Video: Clicker&Marker - Was ist das?

    Hier kommst du zum passenden Blogbeitrag: 

    Was ist ein Markersignal? – Kurz erklärt:
    Die Arbeit mit dem Markersignal ist ein wichtiges Werkzeug im Umgang mit meinem Hund und natürlich auch in der Hundegruppe.[...]

    Einblicke in unser Training bekommst du hier per Video.
    Du findest uns unter dem Kanal AlltagsHunde bei YouTube.

    Welches Thema interessiert dich? Lass es mich wissen und schicke mir eine Nachricht an erik@der-dogwalker.de.

     

    Tolle Beschäftigungsideen für unterwegs (Teil 1)

    • 16. Mai 2017

    Ist euer Spaziergang gähnend langweilig? Läufst du hinter deinem Hund her oder er nur hinter dir? Hast du keinen richtigen Draht zu deinem Hund? Spaß mit Hund ist dir manchmal fremd? Seid ihr nur mit Alltagstraining beschäftigt?

    Spaß mit deinem Hund ist wichtig

    Ob zuhause oder unterwegs ist egal, Hauptsache ihr habt ihn gemeinsam:
    Spaß!
    Umso wichtiger sind gemeinsame, erfüllende und spaßige Momente, je mehr ihr im Alltag mit Problemen zu kämpfen habt. Wenn ihr gemeinsam Spaß habt, zahlst du eine ganze Menge auf euer Wohlfühlkonto ein.
    Dein Hund wird dich als wertvolleren Bindungspartner wahrnehmen, wenn neben Sicherheit und Futter auch noch eine ganze Menge Spaß mit dir passiert.

    Unbeschwert und albern darf es ruhig zu gehen, es muss nicht immer der erzieherische Charakter im Vordergrund stehen.

    Vielleicht kennst du einige Dinge, die ich dir gleich vorschlage bereits?

     

    Ideen für unterwegs – Teil 1

    Der Keks-Baum:

    Bestücke die Rinde eines Baumes in einer Höhe mit Leckerchen, in der sich dein Hund mit den Vorderpfoten am Baum abstützen muss und lasse deinen Hund diese herausknabbern. Hier eignen sich weiche Leckerchen oder Wurststücke und Käse.

    Positiver Nebeneffekt: Am Baum hochspringen + festhalten trainiert den Rückenstrecker – vorausgesetzt dein Hund ist an Hüfte, Wirbelsäule, Schultern grundsätzlich gesund.

    Varianten:

    • Bleib-Übung und als Belohnung darf dein Hund an den Baum
    • Rückruf-Übung: Du entfernst dich vom Baum, rufst deinen Hund zu dir und schickst ihn als Belohnung zum Baum
    • beliebiges Signal (Sitz, Platz, Touch, Fuß etc.) + als Belohnung darf er an den Baum

    Kegeln:

    Du wirfst deinem Hund Futter auf dem Weg hin und her. Hier sind große Stücke von Vorteil weil sie gut sichtbar sind und weit gerollt oder geworfen werden können. Hierbei kannst du richtig ausholen und deinen Hund flitzen lassen.

    Dreht sich dein Hund zu dir um nachdem er ein Stück gefuttert hat kannst du ihn loben/markern und gleich in die entgegen gesetzte Richtung belohnen.

    • gut geeignet für Hunde, die viel an der Schleppleine sind
    • als Belohnung nach dem Rückruf geeignet, der Hund kann gleich weiter rennen
    • toll für jagdlich interessierte Hunde da das Bedürfnis “Hetzen und Packen” in gesellschaftlich verträglicher Form angesprochen wird

     

    Kletterspiele:

    Nutze sichere Holzstapel und große Steine oder Felsen für gemeinsame Klettereinlagen. Animiere deinen Hund, über Baumstämme zu springen oder zu balancieren. Die meisten Hunde haben viel Spaß dabei.

    Positiver Nebeneffekt: Dein Hund trainiert seinen Gleichgewichtssinn und die Muskulatur.

    Also verlege doch einfach den nächsten Spaziergang in den Wald.

     

    Detektivarbeit:

    Am Wegesrand gibt es bei genauerem Hinsehen viele spannende Objekte zu Untersuchen. Du kannst deinem Hund einen morschen Baumstumpf zeigen und ihm dort Kekse verstecken, etwas im lockeren Laub “verlieren” und deinen Hund suchen lassen oder mit ihm einen kleinen, eingewachsenen Pfad erkunden.

    Weitere tolle Beschäftigungsideen für unterwegs gibt es bald. Bis dahin lass mich wissen, ob du etwas mit deinem Hund umsetzen konntest!

    Wenn du zu den einzelnen Ideen gerne eine genauere Beschreibung haben möchtest melde dich bitte, dann lade ich einige Videos dazu hoch.

    Habt jeden Tag ein bisschen Spaß gemeinsam, entspanne dich und vergesse für einen Moment, alles kontrollieren zu wollen. Dein Hund ist nicht da, um kontrolliert zu werden, sondern um in dir einen tollen Bindungspartner zu haben.

    Viel Freude unterwegs für dich und deinen Hund!

    Suchspiele im Baumstumpf

     

    Thrive Leads Shortcode could not be rendered, please check it in Thrive Leads Section!

    Erik Hammer
    Erik Hammer
    Coach für Mensch und Hund
    Dogwalker

    Dein Coach

    Jeden Tag begleite ich viele verschiedene Hunde und ihre Menschen als Coach für Mensch und Hund und Dogwalker.

    Mein Ziel ist es, Mensch-Hund-Teams auf dem Weg zu einem entspannten und harmonischen Zusammenleben zu unterstützen. 
    Als Dogwalker führe ich täglich 6 und mehr Hunde gleichzeitig aus. Da ist Übersicht und ein funktionierender Rückruf gefragt. 

    Deshalb ist der Rückruf eines der wichtigsten Signale, welches alle Hunde im Dogwalking vom ersten Tag an lernen. 

    Halsband oder Geschirr? Die große Frage!

    • 27. April 2017

    Ganz oft sorgt das Thema Halsband oder Geschirr beim Hund für mehr Verunsicherung als meiner Meinung nach notwendig ist.

    Meine Aussage lautet fast immer:

    Halsband:

    • wenn dein Hund super leinenführig ist
    • wenn er aus gesundheitlichen Gründen kein Geschirr tragen kann (Hautreizung, orthopädische Probleme)
    • wenn er so gut wie nie an die Leine genommen wird
    • wenn ihr nur ein kurzes Stück zurück legt oder dein Hund lange liegen wird

    Geschirr:

    • wenn er häufig an der Leine läuft
    • wenn er an der Schleppleine läuft (Schleppleine wird IMMER am Geschirr befestigt – nie am Halsband)
    • wenn er oft an der Leine zieht
    • nach Möglichkeit immer bei Hund-Hund-Aggression oder Probleme mit bestimmten Auslösern

    Weiterlesen…

    Leinenführigkeit – Hilfe mein Hund zieht an der Leine!

    • 22. April 2017

    Kennst du das?

    • Du bekommst bereits schlechte Laune wenn du dran denkst, mit deinem Hund die Straße entlang bis zur Grünfläche an der Leine laufen zu müssen?
    • Deine Schultern schmerzen weil dein Hund eine enorme Zugkraft entwickelt?
    • Lockere Leine ist für deinen Hund ein Fremdwort?
    • Dein Hund wirft sich blitzartig in die Leine und zieht dich wohin er will?

    Leinenführigkeit will gelernt sein

    Leineziehen hat dein Hund genauso gelernt wie er das Laufen an lockerer Leine lernen würde:
    Er hat(te) immer wieder Erfolg damit und ist vorwärts gekommen wenn er gezogen hat. 

    Für die meisten jungen Hunde ist Laufen an der Leine so anspruchsvoll wie Abitur für 5. Klässler.

    Ein junger Hund mit - sagen wir 10 Monaten - tut sich echt schwer damit.

    Und das ist auch erst mal kein Beinbruch. Solange du weißt, wie du ihm beibringst dass lockere Leine echt super ist! 

    Druck erzeugt Gegendruck

    Die meisten Hunde bekommen einen Duft in die Nase und wollen dort unbedingt an diese Stelle. Sofort. Direkt. Wäre da nicht diese doofe Leine.

    Dabei sind sie schneller als sie sich versehen können am Ende der Leine angelangt und dort ziehen sie aufgrund des sogenannten Oppositionsreflexes erst einmal weiter.

    Was der Oppositionsreflex ist kannst du selbst einmal testen:

    Bitte jemanden, dich im Stehen an der Schulter zu berühren und dabei Druck gegen dich aufzubauen. Was tust du? Richtig, du drückst dagegen um nicht um zu fallen.

    Dein Hund tut das Selbe sobald Zug auf den Hals/den Brustkorb kommt: Er hält dagegen. Das ist ein Reflex.

    Dann kommt es zu einer Mischung aus Oppositionsreflex und operanter Konditionierung - Lernen durch Erfolg:

    Wenn dein Hund an der Leine zieht und dabei nur wenige Schritte weiter in die Richtung gelangt, in die er möchte, dann wurde das Ziehen an der Leine verstärkt und er zeigt das Verhalten (Ziehen an der Leine) öfter.

    Teufelskreislauf!

    Warum Rucken an der Leine nicht hilft

    Ab und zu treffe ich Menschen, die ihren Hund durch Leinenruck zu ordentlichem Leinenlaufen bewegen wollen.

    Meistens frage ich "Wie lange rucken Sie denn schon an der Leine?". Nach einiger Überlegung geht das Leinenrucken bereits eine ganze Weile und der Hund kann aber immer noch nicht an lockerer Leine laufen, schließlich müsste ja sonst nicht mehr geruckt werden. 

    Typischerweise gibt der Hund nach einem Ruck für einige Schritte nach und landet dann prompt wieder am Leinenende, wird wieder zurück geruckt und das Spiel beginnt von Neuem.

    Durch Rucke an der Leine lernt kein Hund an lockerer Leine zu laufen. 

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    Laufen an lockerer Leine erfordert viel Impulskontrolle

    Durch Strafen, Rucken, Blocken und andere aversive Methoden wird die Aufregung des Hundes eher ansteigen.

    Dadurch kommt noch mehr Stress in die Situation, Konzentration und Impulskontrolle fällt noch schwerer.

    Leider sind unsere Hunde nicht in der Lage, ihr eigenes Ziehen mit dem Luftmangel zu verknüpfen und daraus den Rückschluss zu ziehen, dass sie selbst für die Luftnot verantwortlich sind.

    Wenn ich bemerke, dass es meinem Hund sehr schwer fällt sich zu konzentrieren, sorge ich entweder für Entspannung oder schraube meine Anforderung an meinen Hund herunter.

    Leinenführigkeit trainiere ich deshalb zu Beginn in einer Umgebung, in der der Hund ganz viel richtig machen kann. 

    Meine Lieblingsbücher

    zu den Themen Leinenführigkeit und Begegnungen mit Artgenossen findest du hier:

    Königsdisziplin: Ablenkung und lockere Leine

    Sieht dein Hund andere Hunde, Menschen, Tiere oder sonstige so genannte Auslöser, dann kann die bisher gut funktionierende Leinenführigkeit oftmals dahin sein.

    Auch das liegt an der steigenden Erregung beim Anblick bestimmter "Auslöser".

    Bis also bei der Begegnung mit anderen Hunden oder anderen Auslösern eine lockere Leine erwartet werden kann, benötigen die meisten Hunde viel gutes Training mit Fokus auf mehr Entspannung. 

    Am besten tastest du dich mit deinem Hund langsam an die Auslöser ran und verringerst den Abstand an der Leine erst, wenn ihr es mit mehr Abstand schon richtig gut schafft.

    Ein bisschen Struktur im Training hilft dir und deinem Hund:

    Wie du Leinenführigkeit trainierst

    Am besten, du notierst dir nach deinen Trainingseinheiten wie weit ihr etwa von der Ablenkung entfernt war und wie gut dein Hund noch an lockerer Leine laufen konnte.

    Leinenführigkeit ist - wie fast alles im Training - extrem kontextbezogen.

    Jede Situation kann für deinen Hund eine ganz neue Herausforderung sein, auch wenn es für uns Menschen vielleicht nicht so wirkt.

    Impulskontrolle ist ein wichtiges Gut. Sie wird im Laufe des Tages immer weniger und lädt sich - vereinfacht gesagt - über Nacht durch Schlaf und Ausruhen wieder auf.

    Trainiere Leinenführigkeit deshalb am besten, wenn dein Hund ausgeruht und "frisch" ist. 
    Nach anstrengenden Tagen mit viel Aufregung oder Toben mit den Hundefreunden wird dein Hund nicht mehr so viele "Körner" für Leinenführigkeit übrig haben. 

    Deshalb finde ich es wichtig und fair dem Hund gegenüber, zu wissen, was wir da eigentlich verlangen.

    Schließlich ist an lockerer Leine laufen für Hunde alles aber keine "natürliche" Verhaltensweise.

    Leinenführigkeit trainiere ich mit einem gut sitzenden Brustgeschirr, einer 3-4 Meter langen Leine, ein paar sehr guten Leckerchen und einer ruhigen Umgebung.

    Je nach Hund beginne ich damit das "Stehen" an lockerer Leine neben mir zu belohnen. 

    So lernt der Hund, an der Leine aufmerksam zu sein. 

    Solange die Leine durchhängt bekommt mein Hund positives Feedback, wenn du mit Markersignal arbeitest bekommt er dann den Marker und die Belohnung bei mir.

    Hier heißt es am Anfang schnell sein: So lange die Leine locker ist wird gemarkert und beim Menschen belohnt.

    Und wenn er doch zieht?

    Kommt mein Hund im Training ans Leinenende so kündige ich das Leinenende rechtzeitig an. Mein Hund hat dann noch die Möglichkeit, sich umzudrehen oder stehen zu bleiben. Dann lade ich ihn zu mir ein und wir gehen anschließend wieder ein paar Schritte an lockerer Leine weiter. Das belohne ich sofort wieder.

    Wichtig:

    • nicht belohnen wenn er zu dir zurück kommt nachdem er gezogen hat
    • nicht an der Leine rucken
    • nicht an der Leine zurück ziehen
    • sobald dein Hund wieder einige Schritte an lockerer Leine geschafft hat wird er sofort belohnt

    Wieso diese Methoden keinen Sinn machen

    Mit dem Körper blocken wenn der Hund vor laufen möchte

    Mein Hund darf an der lockeren Leine im Leinenradius laufen. Das heißt auch, dass er vor mir laufen darf. Ich könnte ihn also gar nicht blocken - ich steh ja hinter ihm. 

    Übrigens ist kein Hund der Rudelführer (was es zwischen Mensch und Hund ohnehin  nicht gibt) nur weil er vor uns Menschen läuft.

    Dieses körperliche Blocken kann Hunde extrem erschrecken. Wenn es doof läuft, verbindet der Hund die Nähe von uns Menschen als unangenehm und bleibt deshalb lieber weiter weg. Wer weiß, wann wir plötzlich wieder direkt vor ihn stehen und ihn wegdrängen. 

    Ob mit dem Bein zurück drängen oder mit der Hand sogar vor die Brust des Hundes fassen und ihn am Weiterlaufen hindern: Alle Möglichkeiten sorgen dafür, dass wir extrem in die Individualdistanz des Hundes eindringen und sie massiv bedrohen. Manchen Hunden mag das egal sein. Dann beeindrucken wir sie mit dieser Methode aber auch nicht und sie werden weiterhin vor laufen wollen.

    Fazit: Der Hund lernt dabei nicht, was er tun soll (nämlich an lockerer Leine laufen) sondern er lernt nur, dass es unangenehm wird, wenn er dicht bei uns Menschen läuft.

    Stehen bleiben wenn der Hund zieht

    Grundsätzlich eine nette Variante, die auch bei einigen Hunden ausreichen mag.
    Allerdings kann der Hund hier nach belieben an gespannter Leine stehen bleiben, schnüffeln, gucken und sich damit praktisch an gespannter Leine selbst belohnen. 
    Deshalb ist nur Stehen bleiben und warten, bis sich der Hund von sich aus umdreht bei den meisten Hunden keine gute Idee.
    Außerdem besteht so die Gefahr, einen Jojo-Hund zu bekommen: Er läuft vor, zieht, du bleibst stehen, er kommt zurück, wird belohnt, ihr lauft weiter, Hund läuft wieder vor, zieht, du bleibst stehen... usw. 

    An der Leine Rucken

    Viele Menschen rucken leider immer noch an der Leine wenn der Hund zu ziehen beginnt. Damit soll erreicht werden, dass der Hund lernt "Zug ist doof". Auch hier weiß der Hund aber

    a) nicht, weshalb der Leinenruck erfolgt,

    b) weiß er nicht, was er überhaupt tun soll,

    c) erzeugt Druck IMMER Gegendruck

    d) wird Leinelaufen für den Hund noch stressiger, weil er immer etwas Unangenehmes erwartet, er wird deshalb immer mehr ziehen weil er dem unangenehmen Gefühl entfliehen möchte. 

    Fazit

    Körperliche Einwirkungen und aversive Strafmaßnahmen bringen dich nicht weiter. Dein Hund lernt dabei nicht, was er eigentlich tun soll.
    Er lernt nur, dass Frauchen oder Herrchen in manchen Situationen unberechenbar und unangenehm ist. Das macht dem Hund keine Spaß und er wird immer einen höheren Stresslevel haben. 

    Leinenführigkeit lebt davon, dass dein Hund Feedback dafür bekommt was RICHTIG ist. 

    Gib` ihm die Möglichkeit, sich stufenweise zu steigern. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. 

    Wenn dein Hund ohne Ablenkung nicht an lockerer Leine laufen kann, dann kann er es erst recht nicht, wenn er Hunde sieht oder gerade ein Reh über den Weg gerannt ist. 

    Wenn du dir das bewusst machst, kannst du mit deinem Hund ein tolles Leinenführigkeitstraining gestalten. Kleinschrittig, immer wieder und mit vielen Belohnungen zum Trainingsstart. 

    Du möchtest mehr über das Training der Leinenführigkeit wissen?

    Dann sichere dir schnell meine 5 kostenlosen Tipps zur Leinenführigkeit:

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    Relaxodog

    RelaxoDog – Entspannung für den Hund

    • 16. April 2017

    ***Aktuell ab Oktober 2018***

    Im Moment gibt es eine neue, kostengünstigere Version um etwa 50 EUR zu kaufen. Dieses RelaxoDog hat eine neue Melodie und stellt sich nach ca. 2 Stunden Laufzeit von selbst aus. Die Dauer ist nicht - wie beim ursprünglichen Gerät - etwa 8 Stunden. 

    Vor dem Einsatz des Geräts empfehle ich dringend ein Vortraining wie am Ende dieses Beitrags beschrieben.

    Durch diverse Erfahrungsberichte und Diskussionen in Hundeforen bin ich auf ein Gerät namens RelaxoDog* (Amazon) aufmerksam geworden, welches Stress bei Hunden reduzieren soll.

    Viele Leute fragten sich, ob es sich lohnt, ein RelaxoDog zu kaufen.
    Da ich großer Freund von Entspannungstraining bei Hunden bin, habe ich mich einmal schlau gemacht.

    Laut Webseite des Herstellers Relaxopet  würden von 940 getesteten Hunden 94% der Hunde während der Beschallung und auftretenden Stressoren wie Feuerwerk/Gewitter "keinerlei Auffälligkeiten" mehr zeigten.

    Das klingt ja schon einmal vielversprechend. Allerdings ist nicht bekannt, ob und in welcher Form die ausgewählten Hunde Stress in den genannten Situationen VOR dem Test hatten.

    Wer lieber guckt als liest findet alle Infos auch im Video:

    So funktioniert das RelaxoDog

    Das RelaxoDog arbeitet sowohl mit hörbarer Musik als auch mit subliminalen (was?) Wellen.

    Meine Google-Suche nach subliminalen Wellen brachte die Erkenntnis, dass es sich dabei um unterschwellige Schallwellen handelt, die auch bei Menschen angewendet werden - dort allerdings in einem anderen Hertz-Bereich.

    Es bedeutet zunächst mal soviel, dass diese Wellen nicht bewusst wahrgenommen werden. Studien, die die Unwirksamkeit bei Menschen belegen gibt es ebenso wie Studien, die deren Wirksamkeit belegen.

    Es ist wohl aber tatsächlich so, dass mit subliminalen Botschaften und Schall bei Menschen schon einige Zeit gearbeitet wird. Bei Hunden soll in einem anderen Hertz-Bereich eine Wirkung eintreten.

    Hier könnt ihr euch das Gerät parallel bei Amazon anschauen und auch ein Blick in die dortigen Bewertungen werfen: "Relaxodog" für Hunde*

    Das RelaxoDog funktioniert über:

    • Konditionierte Entspannung per Musik (im Gerät gespeichert zum Abspielen in Endlosschleife)
    • Subliminale Wellen, die eine Tiefenentspannung hervorrufen sollen

    Nach Gewöhnung an das Gerät kann man die Musik abschalten und nur die subliminalen Wellen arbeiten lassen. Zu Beginn rät der Hersteller jedoch, die Musik mit laufen zu lassen. Dazu gleich etwas mehr.

    Wer bereits mit konditionierter Entspannung gearbeitet hat, kann mit der Entspannungsmusik sicher etwas anfangen und weiß, wie es aufgebaut wird.

    Wem das noch nichts sagt, der kann sich getrost an die Bedienungsanleitung halten. Dort wird der Aufbau meines Wissens nach korrekt beschrieben.

    Die Bedienungsanleitung rät, das Gerät in den ersten Tagen unbedingt mit der hörbaren Musik laufen zu lassen, und zwar nur in Situationen, in denen der Hund ohnehin verhältnismäßig entspannt ist.

    Das entspricht den Regeln zum Aufbau der konditionierten Entspannung.

    • Aggressives Verhalten
    • Trennungsstress
    • Geräuschangst
    • Hyperaktivität
    • ständiges Bellen
    • Reiseangst
    • etc.

    Also entschied ich mich, ein RelaxoDog zu kaufen. Zwischenzeitlich habe ich tatsächlich ein zweites Gerät gekauft: Eines für zuhause, das andere für das Dogwalking-Mobil.

    Das RelaxoDog

    Alte Version:
    Die Lieferung erfolgt in einem handlichen Köfferchen mit einem USB-Ladekabel, einem praktischen Kfz-USB-Adapter, einer Powerbank (wenn mal keine Steckdose in der Nähe ist) und einem Gurt für die Autohalterung.

    Neue Version RelaxoDog smart:
    Lieferung in einer kleinen Kunststoff-Box mit USB-Ladekabel:

    Bild-Quelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41SWGRvUieL.jpg

    Das RelaxoDog macht auf mich einen wertigen Eindruck. Die Bedienelemente befinden sich auf der Unterseite des Geräts. Ein- und Ausschalter sowie Lautstärkeregelung mit Plus- und Minus-Taste und Umschaltung auf rein Subliminalschall oder mit Musik sind dort möglich.

    Eine Kontrollleuchte an der Seite des Geräts gibt Auskunft über den Ladezustand des Akkus.

    Die Musik ist für meinen Geschmack sehr gut zu ertragen und hat auf mich zwischenzeitlich auch eine etwas entspannende Wirkung :).
    Kommt vermutlich daher, weil ich sie so oft abends beim Relaxen auf dem Sofa höre. Konditionierte Entspannung wirkt halt auch bei Menschen.

    RelaxoDog Größe

    RelaxoDog Größe

    Die Laufzeit im Akkubetrieb beträgt mindestens 20 Stunden. So lange hatte ich es mit Unterbrechungen im Auto bereits in Betrieb.

    Ergänzung vom 10. Januar 18: Der Akku lässt auch nach über einem Jahr täglichen Betriebs nicht spürbar nach.

    RelaxoDog im Dogwalker-Test:

    Hier gehts zu meinem Video-Bericht: Youtube - Erfahrungsbericht RelaxoDog

    Wie ihr wisst fahre ich täglich mehrere Hunde in meinem Dogwalker-Mobil in unsere Auslaufgebiete.
    Das steigt die Aufregung schon mal. Entsprechend ist der hundlich verursachte Lärmpegel die erste viertel Stunde im Bus recht hoch gewesen.

    Also beschloss ich, das Gerät a) im Bus zu testen und b) zuhause für meinen eigenen Hund laut Anleitung aufzubauen und anzuwenden.

    Teil a) - Test im Bus - erfolgte gegen die Empfehlung des Herstellers, denn schließlich sind die Hunde in einem aufgeregten Zustand wenn sie ins Auto kommen und das Gerät läuft dennoch.
    Nach nun 8 Wochen des dauerhaften Gebrauchs des RelaxoDog im Bus bei meinen Gassihunden hat sich die Lautstärke vor allem kurz nach dem Einsteigen (vor der Gassitour) der Hunde extrem verringert.
    Vereinzeltes Fiepen und Lautäußerungen, die ich auf akutes Pinkelbedürfnis zurück führe seien ihnen vergönnt.

    Was mir auch nach den ersten 2 Wochen auffiel: Fast alle Hunde liegen nach kurzer Zeit in den Boxen - insbesondere die Hunde, die sonst recht ruhelos waren und maximal saßen, aber die ich nie liegend sah.

    Auch ohne entsprechende Konditionierung komme ich also nicht umhin, dem RelaxoDog eine wie auch immer geartete beruhigende Wirkung zuzuschreiben.

    Teil b) - Test zuhause beim einem eigenen Hund: Keine gravierenden Veränderungen bemerkt. Das Gerät wird abends immer angestellt, wenn mein Hund ohnehin auf dem Sofa gammelt.
    Mit viel Fantasie fällt sie schneller in Traumphasen, aber da habe ich keine Vergleichswerte. Dazu muss ich sagen, dass mein Hund zuhause höchst selten gestresst oder unruhig ist. Gewitter etc. sind bisher auch kein Problem, so dass ich das RelaxoDog zuhause zwar aufbaue, jedoch keine deutliche Wirkung feststellen kann.

    Aber das wäre bei meinem entspannten Sofa-Ridgeback auch schwerlich festzustellen.

    Trainertipp:

    Das RelaxoDog ist bei übermäßigem Stress von Hunden eine tolle unterstützende Möglichkeit.

    Gutes Training kann aber nur wirken, wenn auch die Ursache der Stressoren bearbeitet wird.

    Stressreduzierung UND die Unterstützung durch Entspannungsarbeit, z.b. durch das RelaxoDog ist die beste Möglichkeit,  Verhaltensauffälligkeiten zu reduzieren.

    Der Preis

    ***Update*** Ab 10.06.17 kann die Smart-Version bestellt werden. Statt Koffer gibt es hier eine kleinere Verpackung und ein USB-Kabel mitgeliefert.
    Reicht völlig aus und führt zu einem unschlagbaren Preis von 75 €.

    Hier kann das RelaxoDog Smart bestellt werden: Klick! 

    Als ich das Gerät vor einigen Monaten kaufte, lag der Preis noch bei 129€. Das ist eine ganze Stange Geld für ein kleines Gerät. Nach meiner Beobachtung sinkt der Preis derzeit.  

    Das Gerät ist bei Amazon derzeit für knapp 100€ zu bekommen (Stand 27.04.2017).

    Hier geht's direkt zu Amazon: RelaxoPet 100201 Entpannungssystem "Relaxodog" für Hunde, schwarz/chrom/rot*

    Fazit

    Das RelaxoDog hilft vielen Hunden.

    Es gibt aus meinem Kundenkreis zwischenzeitlich viele positive Erfahrungen zum RelaxoDog.

    Insbesondere bei Knallgeräuschen wurde nach wenigen Wochen eine deutliche Entspannung und schnellere Beruhigung berichtet.

    Ich hänge meine positive Erfahrung da gerne dran, da ich wie beschrieben beim Transport der Hunde im Auto eine deutliche Entspannung feststelle. Da ich im Bus keine Konditionierung vornehmen konnte, kann ich wider besseren Wissens auch nicht behaupten, das dies unbedingt nötig ist. Eine Verschlimmerung der Aufregung konnte ich keinesfalls feststellen.

    Nach meiner Erfahrung kann das Gerät nach korrektem Aufbau Hunden helfen, schneller und länger zu entspannen, auch wenn Stressoren vorhanden sind.

    Das RelaxoDog ist eine unkomplizierte Möglichkeit, konditionierte Entspannung aufzubauen mit dem Bonus-Effekt der subliminalen Wellen. 

    Ob man dafür bereit ist, den Preis zu zahlen muss letztlich jeder selbst wissen.
    Ich bereue den Kauf insbesondere für die Anwendung im Auto keinesfalls. Meinem eigenen Hund und meinen Hunden im Dogwalking hilft es sehr.

    Wer weitere Fragen oder eigene Erfahrungen zu dem Gerät hat, darf mir gerne eine Nachricht an erik@der-dogwalker.de senden.  

    Aktuell bekomme ich auch von Trainingskunden ausschließlich positive Rückmeldungen zur Wirkung von RelaxoDog ©. 

    Insbesondere bei Geräuschangst hilft es einem Kundenhund, sich sehr schnell wieder zu entspannen. 

    Einfach Anstellen und los? Nein!

    Hier erfährst du, wie du das Gerät am besten trainierst, damit es maximal wirken kann:

     

    * Bei den Links handelt es sich teilweise um Affiliate-Links. Ich gehe damit sehr verantwortungsvoll um und empfehle nur Dienstleistungen und Produkte, die ich selbst nutze und die ich mir selbst empfehlen würde.

    „Hund, komm zurück!“ Doppelter Rückruf

    Kennst du solche Situationen? Stehst du oft im Regen weil dein Hund nicht auf den Rückruf reagiert? Nimmt er dich gar nicht wahr wenn er nach Wild Ausschau hält? Dein Hund sieht dich an wenn du ihn rufst, läuft dann aber in die andere Richtung? Der Begriff "Doppelter Rückruf" sagt dir noch nichts?

    Könnte einer der folgenden Sätze von dir sein?

      • „Ich habe es schon mit Leckerchen probiert, es hat aber nicht funktioniert.“
      • "Er weiß doch, dass er kommen soll wenn ich ihn rufe."
      • "Mein Hund ignoriert mich total."
      • "Wenn er nur einen Vogel sieht, reagiert er überhaupt nicht mehr auf mich."

    ​Gründe, weshalb dein Rückruf bisher nicht gut klappt: 

    • dein Hund hat nicht richtig gelernt, was von ihm erwartet wird
    • deine Körpersprache sagt deinem Hund "bleib weg" - etwa dann, wenn du dich frontal und groß aufstellst
    • die Ablenkung ist für deinen Hund zu groß
    • Zurückkommen ist für deinen Hund nichts Angenehmes
    • dein Hund wird häufig angeleint wenn er zurück kommt
    • mal rufst du ihn mit "Hier!" und mal verwendest du "Komm!" - Unklare Signale verwirren deinen Hund

    ...den Hund fürs "Nicht-Kommen" bestrafen...

    Keine gute Idee, wenn du ein vertrauensvolles Verhältnis zu deinem Hund haben möchtest. Es liegt fast immer an uns, wenn ein Hund gerufen wird und er nicht zurück kommt.

    Hast du auch schon den Tipp gehört, den Hund zur Strafe die nächsten Tage angeleint zu lassen weil er auf den Ruf nicht zurück kam? 

    Zur Strafe anleinen funktioniert nicht!

    Warum nicht? Ganz einfach. Was hat der Hund zuletzt getan, bevor er direkt an die Leine genommen wurde? Er muss sich ja in der Nähe des Menschen aufgehalten haben, sonst hätte man ihn nicht anleinen können. Damit wurde die Annäherung an den Menschen bestraft - sofern der Hund das Anleinen überhaupt als Strafe empfindet. 

    Man solle sich verstecken wenn der Hund nicht reagiert, oder mit ihm schimpfen und Unterordnungs-Übungen durchführen wenn er nach einem Jagdausflug zurück gekommen ist.

    All‘ das führt dazu, dass der Hund den Menschen eher fürchtet und die Nähe des Menschen unangenehm finden wird.

    Schließlich geht vom Menschen immer wieder etwas Unangenehmes aus. Hunde verbinden die "Sanktion" nicht damit, dass sie weg gerannt sind, sondern mit dem, was sie zuletzt getan haben: Zum Menschen zurück kommen. 
    Möglicherweise erreicht man zwar, dass der Hund sich zukünftig nicht mehr weit von einem entfernt. Aber fragen wir uns mal, warum er das nicht tut.
    Weil er so gerne bei uns ist? Oder vielleicht weil er sich nicht traut und Angst hat weg zu gehen? 
    Für mich jedenfalls ist das kein erstrebenswerter Zustand.

    "Aber er weiß genau, dass er Mist gebaut hat weil er sich so duckt!"

    Diese Einschätzung beruht häufig auf einem Missverständnis: 

    Hunde reagieren auf unsere Stimmung extrem sensibel. Wenn wir also rufen, aber unser Hund kommt nicht, kann es schnell passieren dass wir ungeduldig oder ärgerlich werden. Hunde reagieren auf unsere Emotion mit Beschwichtigung, vielleicht langsamerer Annäherung, zurückgeklappten Ohren, Züngeln. 
    Das alles hat nichts damit zu tun, dass sie WISSEN, was sie falsch gemacht haben. Sie reagieren damit einfach auf unsere Stimmung in genau diesem Moment.
    Richtig und Falsch nach menschlichen Maßstäben gibt es in der Hundewelt nicht. 

    Im Dogwalking bringe ich jedem Hund genau diesen Rückruf bei. Ab und zu teste ich, wie gut er funktioniert. Dazu habe ich Futter auf dem Boden verstreut und mich ein Stück entfernt. Sieh selbst:

    Darum "Doppelter Rückruf":

    Weil das Zurückkommen für Hunde eine große und schwierige Aufgabe ist, habe ich mich entschieden, ein ganz bestimmtes Werkzeug zu verwenden: Den doppelten Rückruf.

    Doppelt bedeutet: Der Rückruf besteht aus zwei verschiedenen Signalen, die zu Beginn auch getrennt voneinander trainiert werden bis sie bombenfest sitzen.

    Die Stärke des doppelten Rückrufs - Zurück kommen wird zum Reflex

    Wenn wir als Menschen ständig mit der Umwelt konkurrieren und spannender sein wollen, als das, was unsere Hunde in der Umwelt finden artet das ganz schön in Stress aus und frustriert uns. Das kennt sicher jeder von uns. Haben wir uns nicht alle schon mal zum quietschenden Hampelmann gemacht um spannender als die Umwelt zu sein? 

    Der doppelte Rückruf wird von Anfang an so aufgebaut, dass das Zurückkommen zu einem Reflex wird. Der Hund entscheidet sich nicht bewusst dazu sondern reagiert reflexiv. Genial oder?  Und dabei muss sich niemand zum Hampelmann machen sondern einfach nur ein paar Dinge über seinen Hund wissen: Was macht er in welcher Situation super gerne? Womit kann ich ihn überraschen?
    Das neue Signal wird zu Beginn klassisch konditioniert. Sieh' dir dazu das Video "Training Umorientierung - Der Anfang -" weiter unten an. Dort erfährst du den ersten Trainingsschritt.

    Das erste Signal ist das Umorientierungssignal:
    Beginne dein Training für die Umorientierung, wenn dein Hund sowieso in deiner Umgebung ist (1-2 Meter um dich herum). Gebe das neue Signal (Wort oder Pfeife) und sofort danach folgt eine tolle, überraschende Belohnung.

    Hier brauchst du gar nicht viele Wiederholungen hintereinander. Wichtiger ist der Überraschungsmoment für deinen Hund. Je überraschender die Belohnung ist, die er bekommt, desto schneller verknüpft er ganz unwillkürlich das neue Signal und kann dann gar nicht mehr anders, als sich von dem weg zu drehen was er gerade tut.

    Das zweite Signal ist das Ankersignal:
    Damit lernt dein Hund, schnell und direkt auf dich zu zu rennen und alle Ablenkungen rechts und links liegen zu lassen. 
    Das Ankersignal wird mit sehr hochwertigen Belohnungen verknüpft und ausschließlich für das schnelle Zurückkommen verwendet. 

    Durch den Einsatz von zwei sehr starken Signalen fällt es deinem Hund auch unter riesiger Ablenkung leichter schnell direkt zu dir zurück zu kommen.

    Viel Spaß beim Training!

    Du willst den perfekten Rückruf sofort Schritt für Schritt lernen?