Was ist ein Markersignal? – Kurz erklärt:

Die Arbeit mit dem Markersignal ist ein wichtiges Werkzeug im Umgang mit meinem Hund und natürlich auch in der Hundegruppe.

Der Clicker kommt gerade auch im Alltags-Training zum Einsatz. Etwa bei der Bearbeitung von

  • Aggressionsverhalten
  • Jagdverhalten
  • Laufen an lockerer Leine
  • Verteidigung von Futter und anderen Ressourcen
  • Anspringen
  • Betteln 
  • Aufbau von Tricks
  • Grunderziehung wie Sitz, Platz, Rückruf 

 

Du siehst: Mit einem Clicker kann man weit mehr bearbeiten als „nur“ Tricks und einfache Erziehung.

Einige Vorteile des Markertrainings sind das punktgenaue Markieren, was für den Hund zu extrem schnellen Lernen führt und die Verknüpfung mit der Bezugsperson als Sozialpartner, der den Hund versteht und tolle Dinge ankündigt.

Aber was ist eigentlich ein Markersignal oder Clicker?

 

Was ist ein Markersignal?

Ein Markersignal ist ein Signal (Wort wie Jep, Top, Click, Tick etc.) das dem Hund sagt:

„Click“ = „Das was du im Moment tust ist super und verdient eine Belohnung!“

Es dient also der punktgenauen Kommunikation und hilft dem Hund, Sicherheit zu gewinnen. Denn er weiß und kann sich darauf verlassen, dass nach dem Markersignal „Click“ für ihn etwas Tolles passiert.

Mit dem Markersignal verstärke ich erwünschtes Verhalten wie ruhiges Warten, das Zurückkommen, deeskalierendes Verhalten und alles, was sonst in der jeweiligen Situation erwünscht ist.

Wichtig ist, dass der Hund nach dem „Click“ tatsächlich auch eine  Belohnung erhält

Click = Versprechen auf Belohnung

Das muss nicht zwangsläufig ein Leckerchen sein. Als Belohnung kann man den Hund schnüffeln lassen, es folgt ein Spiel mit dem Menschen, der Hund darf ins Wasser, manchmal gibt es auch „nur“ ein verbales Lob usw.

Hierfür ist wichtig, die Bedürfnisse des jeweiligen Hundes zu kennen. Denn der Hund „bestimmt“, was für ihn eine Belohnung ist, nicht was wir Menschen jetzt für eine Belohnung halten.

Das Markersignal ist auch ein Brückensignal. Es gibt mir Zeit zwischen dem Verhalten des Hundes und der Belohnung.

BeispielWenn ein Hund weiter entfernt ist, kann ich ihn vielleicht verbal loben wenn er etwas toll gemacht hat. Möglicherweise ist das verbale Lob zwar gut und schön, aber kein Verstärker für den Hund.

Mit dem Click sage ich dem Hund, dass er jetzt gleich eine tolle Belohnung erhält. Da ich mein Markersignal mit verschiedenen Belohnungen verbinde, wissen die Hunde nie, was nach dem Markersignal kommt.

Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich das Verhalten auch tatsächlich positiv verstärken kann, deutlich höher.

Hier erfährst du, wie ich den Clicker nutze, um mehr Aufmerksamkeit auf dem Spaziergang zu erhalten:

 

Der Clicker wird für jeden Hund, der neu in die Gruppe kommt, konditioniert. Vielleicht kennt dein Hund den Clicker schon? Dann fällt ihm die Integration bestimmt noch leichter.

Übrigens:
Die Arbeit mit Clicker ist alles andere als „emotionslos“. Durch die Verknüpfung mit vielen verschiedenen Belohnungen löst allein das Geräusch des Clickers beim Hund super positive Emotionen aus – er gerät in Vorfreude und ist dann emotional besser drauf. Deshalb ist die Arbeit mit Clicker gerade bei Aggressionsproblemen so wertvoll – negative Emotionen können mit Hilfe des Clickers geändert werden.

Viel Spaß beim Clickern!